Meine böse beste Freundin: die Sprachlosigkeit

Manchmal denke ich, ich habe mit „Wintermaid“ ein strunzdummes, ein plumpes Buch geschrieben, das jeglicher Grundlage entbehrt. Ein Machwerk, das mit billigsten Klischees und Vorurteilen nur so um sich wirft. Und dann passieren gleich zwei Sachen auf einmal. Innerhalb kürzester Zeit. Und ich fürchte, dass mir als Frau – und meiner Tochter als irgendwann mal Frau (wenn alles gut geht) – Lhan sehr viel näher steht, als mir lieb sein kann. Da war zum Beispiel die „dumme Hure“. Eine Bezeichnung, die auftauchte, als meine Tochter es wagte, ein von ihr selbst gemaltes Katzenbild in den Klassenchat auf WhatsApp zu stellen. Der Chat existierte zu dem Zeitpunkt kaum mehr als zwei…
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Wider den Hexenglauben

Eine Frau mit rötlich schimmerndem Haar, die mit Hilfe von Magie und Hexenkraft quasi über Nacht reich geworden ist, die ist verdächtig. Kein Wunder, dass inzwischen massenhaft ihr Tod gefordert wird. Dass das mal ausgerechnet J. K. Rowling passieren würde, hätte ich nie gedacht. Wobei ihre Kinderbücher rund um den Zauberlehrling mit der dicken Brille schon in der Vergangenheit zum Hassobjekt wurden. Damals von spaßbefreiten Kirchenvertretern, die darin ein Werk des Teufels sahen. (Die letzte religiös motivierte Harry-Potter-Bücherverbrennung hat in Polen im Frühjahr 2019 stattgefunden, sagt Google.) Heute ist es die aufgeklärte Jugend, die zur Hexenjagd bläst. Vor allem die, die einst diese Bücher liebten und die nun beschlossen haben,…
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Träume sterben langsam

Eigentlich sollte nach dem 3. Band zu meinem Trywwidt-Projekt Schluss mit dem Schreiben sein. Ich hatte damals schon mehr als einmal feststellen müssen, dass ich es aus Zeit- und Kraftgründen nicht schaffe, zu schreiben, zu arbeiten und trotzdem noch für Familie und Haushalt da zu sein. Und sowas Flippiges wie eine gezielte Marketingstrategie für meine Bücher, daran war überhaupt nicht zu denken. Dann kam die Einladung zu einer Anthologie mit Kurzgeschichten über starke Frauen und ich verfranzte mich zu sehr in meinem Textbeitrag, sodass daraus ein kurzer Roman wurde („Wintermaid“), für den auf Wunsch vieler Leser auch noch eine Fortsetzung entstand („Höhlenbrut“). Wie nicht anders erwartet, liefen auch diese Bücher…
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Was zum Feiern

Nachdem ich letztens schon die Veröffentlichung von Höhlenbrut, dem zweiten Teil von Wintermaid, feiern konnte, gibt es schon wieder was zum Feiern! Es wird ein Hörbuch geben. Von Wintermaid. Die Hörbuchmanufaktur Berlin hatte das E-Book im Internet entdeckt und mich angefragt. Ich selbst habe keine Erfahrungen mit Hörbüchern aber mit guten Sprecherstimmen. Ich hatte eine ganze Weile bei einem Radiosender gearbeitet und ich durfte vor ein paar Jahren gemeinsam mit einem Sprechwissenschaftler aus Trywwidt vorlesen. Deshalb weiß ich, dass Vorlesen eine große Kunst ist, die ich nicht beherrsche Ich bin wirklich froh, letztens vier (!) vergessene Sektflaschen im Küchenschrank gefunden zu haben. So kann ich ganz spontan die Korken knallen…
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Katerstimmung

Seit etwas mehr als drei Wochen ist „Höhlenbrut“ nun auf dem Markt. Auch wenn es dieses Mal, im Vergleich zu meinen ersten Büchern, beim Veröffentlichen kaum noch gekribbelt hat, macht sich die altvertraute Katerstimmung breit. Die ersten ein oder zwei Tage vor und nach einer solchen Veröffentlichung haben für mich immer was Magisches. Da gibt es Leser, die vorsichtig anfragen, wann es denn endlich so weit sei. Meine eigene Angst, kurz nach der Veröffentlichung Fehler zu entdecken, die schnell noch korrigiert werden müssen. Das Bekanntgeben der Veröffentlichung auf Facebook oder Instagram. Ungewöhnlich viele Leute, die das Posting bei Facebook teilen, während dort sonst nur meine Katzenfotos nennenswerte Aufmerksamkeit erhalten. Und…
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