Endspurt

Noch etwa eine Woche läuft meine Preisaktion für den ersten Trywwidt-Band. Das Buch, an dem ich über drei Jahre geschrieben habe und das mein erster richtiger Roman werden sollte. 2015 hatte ich es veröffentlicht. Für 99 Cent verschleudere ich die mehr als 500 Seiten während der Preisaktion. Es geht weg wie gefrorenes Blei. Letztlich wie alle meine anderen Bücher auch. Egal, wie viele Leute mir versichern, wie toll die Bücher seien, dass sie beim Lesen lachen oder auch mal weinen mussten, dass sie nicht aufhören konnten zu lesen, dass es das Beste sei, was an Urban Fantasy in den letzten Jahren erschienen ist, dass es ein echter Pageturner sei. Sicher,…
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Wenn der Zeitgeist spukt

Ich geb’s zu, ich bekomme kaum was mit von der Welt. Morgens schleppe ich mich im Halbschlaf von der Wohnung ins Büro. Abends der Weg zurück, ebenfalls mehr schlafend als wachend. Und dann klingelt auch schon der Wecker, weil es wieder früh am Morgen ist und der nächste Arbeitstag an die Tür klopft. Am Wochenende dann: kochen, waschen, putzen. Und zack! Schon ist es wieder Montag sechs Uhr und es geht von vorne los. Seit ich meinen privaten Facebookaccount stillgelegt habe, ist auch dieses Fenster zur nervigen Welt geschlossen. Doch manchmal öffnen sich zugemauerte Fenster auch. Zum Beispiel, weil ich den Account kurzzeitig reaktivieren musste, da ich darüber zwei Werbekampagnen*…
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Ein Lesebienen-Projekt auf Startnext

Ich geb’s zu: Ich stehe dem Crowdfunding eher skeptisch gegenüber. Warum soll ich fremde Leute anpumpen, damit die mir meine Autorinnenträume vom eigenen Buch erfüllen? Das fühlt sich für mich falsch an. Letztlich bin ich selbst dafür verantwortlich, dass meine Träume in Erfüllung gehen. Aaaber … … da gibt es die kleine Lesebiene und ihre Bienenkumpelinen, die seit Anfang September im Garten der AWO in Halle-Neustadt wohnen. Für die kleinen Summser können symbolische Bienenpatenschaften übernommen werden. Für den guten Zweck. Die Idee dazu entstand aus einem Projekt heraus, das wir (auf meiner Arbeitsstelle) während der Coronazeit spontan umgesetzt hatten. Damals veröffentlichten wir etwas mehr als 50 Hörstücke* auf dem YouTube-Kanal…
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Meine böse beste Freundin: die Sprachlosigkeit

Manchmal denke ich, ich habe mit „Wintermaid“ ein strunzdummes, ein plumpes Buch geschrieben, das jeglicher Grundlage entbehrt. Ein Machwerk, das mit billigsten Klischees und Vorurteilen nur so um sich wirft. Und dann passieren gleich zwei Sachen auf einmal. Innerhalb kürzester Zeit. Und ich fürchte, dass mir als Frau – und meiner Tochter als irgendwann mal Frau (wenn alles gut geht) – Lhan sehr viel näher steht, als mir lieb sein kann. Da war zum Beispiel die „dumme Hure“. Eine Bezeichnung, die auftauchte, als meine Tochter es wagte, ein von ihr selbst gemaltes Katzenbild in den Klassenchat auf WhatsApp zu stellen. Der Chat existierte zu dem Zeitpunkt kaum mehr als zwei…
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Wider den Hexenglauben

Eine Frau mit rötlich schimmerndem Haar, die mit Hilfe von Magie und Hexenkraft quasi über Nacht reich geworden ist, die ist verdächtig. Kein Wunder, dass inzwischen massenhaft ihr Tod gefordert wird. Dass das mal ausgerechnet J. K. Rowling passieren würde, hätte ich nie gedacht. Wobei ihre Kinderbücher rund um den Zauberlehrling mit der dicken Brille schon in der Vergangenheit zum Hassobjekt wurden. Damals von spaßbefreiten Kirchenvertretern, die darin ein Werk des Teufels sahen. (Die letzte religiös motivierte Harry-Potter-Bücherverbrennung hat in Polen im Frühjahr 2019 stattgefunden, sagt Google.) Heute ist es die aufgeklärte Jugend, die zur Hexenjagd bläst. Vor allem die, die einst diese Bücher liebten und die nun beschlossen haben,…
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