Träume sterben langsam

Eigentlich sollte nach dem 3. Band zu meinem Trywwidt-Projekt Schluss mit dem Schreiben sein. Ich hatte damals schon mehr als einmal feststellen müssen, dass ich es aus Zeit- und Kraftgründen nicht schaffe, zu schreiben, zu arbeiten und trotzdem noch für Familie und Haushalt da zu sein. Und sowas Flippiges wie eine gezielte Marketingstrategie für meine Bücher, daran war überhaupt nicht zu denken. Dann kam die Einladung zu einer Anthologie mit Kurzgeschichten über starke Frauen und ich verfranzte mich zu sehr in meinem Textbeitrag, sodass daraus ein kurzer Roman wurde („Wintermaid“), für den auf Wunsch vieler Leser auch noch eine Fortsetzung entstand („Höhlenbrut“). Wie nicht anders erwartet, liefen auch diese Bücher…
Weiterlesen »

Was zum Feiern

Nachdem ich letztens schon die Veröffentlichung von Höhlenbrut, dem zweiten Teil von Wintermaid, feiern konnte, gibt es schon wieder was zum Feiern! Es wird ein Hörbuch geben. Von Wintermaid. Die Hörbuchmanufaktur Berlin hatte das E-Book im Internet entdeckt und mich angefragt. Ich selbst habe keine Erfahrungen mit Hörbüchern aber mit guten Sprecherstimmen. Ich hatte eine ganze Weile bei einem Radiosender gearbeitet und ich durfte vor ein paar Jahren gemeinsam mit einem Sprechwissenschaftler aus Trywwidt vorlesen. Deshalb weiß ich, dass Vorlesen eine große Kunst ist, die ich nicht beherrsche Ich bin wirklich froh, letztens vier (!) vergessene Sektflaschen im Küchenschrank gefunden zu haben. So kann ich ganz spontan die Korken knallen…
Weiterlesen »

Katerstimmung

Seit etwas mehr als drei Wochen ist „Höhlenbrut“ nun auf dem Markt. Auch wenn es dieses Mal, im Vergleich zu meinen ersten Büchern, beim Veröffentlichen kaum noch gekribbelt hat, macht sich die altvertraute Katerstimmung breit. Die ersten ein oder zwei Tage vor und nach einer solchen Veröffentlichung haben für mich immer was Magisches. Da gibt es Leser, die vorsichtig anfragen, wann es denn endlich so weit sei. Meine eigene Angst, kurz nach der Veröffentlichung Fehler zu entdecken, die schnell noch korrigiert werden müssen. Das Bekanntgeben der Veröffentlichung auf Facebook oder Instagram. Ungewöhnlich viele Leute, die das Posting bei Facebook teilen, während dort sonst nur meine Katzenfotos nennenswerte Aufmerksamkeit erhalten. Und…
Weiterlesen »

Wintermaid II: Höhlenbrut

Das Wintermaid-Thema ist abgeschlossen. Aus einer verunglückten Kurzgeschichte für ein Anthologieprojekt wurden innerhalb von knapp 1,5 Jahren zwei Romane, die als E-Book* auf Amazon erhältlich sind. Beim Schreiben von „Wintermaid“ und später auch von „Höhlenbrut“ schwebte mir eine Welt vor, in der Frauen nicht als Menschen angesehen werden. Sie gehören zum Besitz ihrer Männer oder Väter. Das Land südlich des Grauen Seng, dem meine Protagonistin Lhan entstammt, stelle ich mir wie eine Mischung aus dem Römischen Reich und dem chinesischen Kaiserreich vor – genauer den Klischees davon. Eine Hochkultur in einem expansiven Reich, mit einem Kaiser als unantastbaren Alleinherrscher. Die Würdenträger und Gelehrten – Zeremonienmeister und Quacksalber – sorgen für stabile…
Weiterlesen »

Femina

Wenn alles gut läuft, bekomme ich in dieser Woche das Manuskript zu Wintermaid II von der letzten Testleserin zurück. Dann kann ich so langsam aber sicher die Veröffentlichung vorbereiten, auch wenn ich ein bisschen Angst davor habe. Meistens merke ich erst hinterher, was ich alles besser oder anders hätte machen können. Mal abgesehen davon, dass ich es noch immer schade finde, den Stoff nicht tiefgründiger, doppelbödiger und vielschichtiger aufbereitet zu haben, als in einer Art „Hau-drauf-Fantasy“, so wie er jetzt eben vorliegt. Aber das mit der Vielschichtigkeit bekomme ich einfach nicht auf die Reihe dank meiner Dauermüdigkeit und diversen anderen Baustellen, bei denen ich noch meine Frau stehe. Das mit…
Weiterlesen »