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Überdruck

Schokolade

Leider konnte ich keinen Schokoweihnachtsmann zum Fotografieren finden. Deshalb ein Beispielfoto, das inhaltlich absolut nichts mit dem Text zu tun hat. So wie fast überall im Internet.

Na gut. Ich geb’s zu. Ich bin ganz kurz davor, zu platzen. Zwei Zentimeter fehlen noch, dann macht es „Bumm!“ oder „Knall!“ oder was auch immer für ein Geräusch entsteht, wenn jemand aus eigenem Antrieb explodiert. Selbstverständlich ohne technische Hilfsmittel und eigentlich mehr so im übertragenen Sinne.

Mein fragiler Aggregatszustand lässt sich nicht auf die unzähligen Weihnachtsplätzchen und Schokoweihnachtsmänner zurückführen, die ich besser hätte meiden sollen. Es liegt auch nicht an meiner Sportphobie, sondern daran, dass das Manuskript für Trywwidt II nun schon seit etwa Ende Oktober fertig ist und ich darauf warte, dass Testleser und Korrekturleser sich durch die knapp 500 Taschenbuchseiten kämpfen.

Ob es tatsächlich 500 Seiten sind, weiß ich gar nicht so genau. Das Schreibprogramm zählt 370 Seiten, doch das bezieht sich auf meine chaotische Ist-doch-wurscht-Formatierung des Textes, die ich später für das E-Book – und ganz besonders für die gedruckte Ausgabe – noch überarbeiten muss. Erfahrungsgemäß steigt dann die Seitenzahl beängstigend an.

Auf jeden Fall ist der momentane Arbeitsschritt ein Prozess, den ich nicht beeinflussen kann. Das Independent-Projekt kann nur gelingen, wenn Freunde und selbstlose Helfer mit anpacken bzw. sich reinknien oder genauer reinlesen und daran arbeiten, dass sich das Manuskript in einen spannenden Roman verwandelt, möglichst frei von Logik- und Tippfehlern.

Ich muss mich also in Geduld üben. Um den inneren Druck abzumildern, sollte ich vielleicht den Gürtel nicht so eng schnallen – auch wegen der Schokoweih… Stopp! Das ist jetzt gar nicht das Thema. Auf jeden Fall muss ich mir etwas Nervenschonendes einfallen lassen, um den Überdruck ein klein wenig abzulassen, der aus dem zermürbenden Ich-kann-im-Moment-nichts-für-mein-Manuskript-machen-Gefühl entsteht. Ich hab da auch schon eine Idee! Ich werde die nächsten Tage alle halbe Stunde die Grafikerin anrufen und fragen, wie weit sie mit dem Buchcover ist. So übertrage ich meinen Druck auf jemand anderen. Und für die letzten Schokoweihnachtsmänner gäbe es dann noch genügend Platz, ohne dass ich Gefahr laufe, zu platzen.

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Lebenszeichen

Lektoratsanmerkung im Manuskript von Trywwidt 2

Eine Lektoratsanmerkung, die motiviert.

Die Zeit rast und ich kann nur staunen, was sich derzeit alles entwickelt. Vor lauter Staunerei bleibt mir kaum Zeit, mal wieder meine Internetseite zu aktualisieren, was ich hiermit ganz schnell nachhole. Also: Ich fiebere derzeit vor mich hin, aber nicht, weil mich die Erkältungswelle im Griff hat, sondern weil vieles darauf hindeutet, dass ich es tatsächlich im Februar schaffen könnte, den zweiten Teil von „Trywwidt“ zu veröffentlichen. Wobei es gar kein richtiger zweiter Teil sein wird, sondern wieder ein in sich abgeschlossener Roman um die grüngelockte Elfe und ihre vampirischen und menschlichen Freunde. Der Arbeits-Unter-Titel heißt dann auch „Falsche Freunde“. Ob das auch der endgültige Untertitel sein wird, ist im Moment ungewiss, da mir jederzeit ein viel spektakulärerer Titel einfallen könnte. Wobei hier die Betonung auf „könnte“ liegt, denn die Zeichen stehen auf Weihnachten und da liegen ganz andere Sachen an, als sich geniale Untertitel für noch viel genialere Urban Fantasy-Romane auszudenken.

Kater Schrumpel kuschelt mit Manuskript

Nicht nur Blogger interessieren sich für meine Texte. Auch Kater Schrumpel ist ganz wild darauf.

Zu meinem eigenen Erstaunen bin ich in den vergangenen Wochen auf mehreren Blogs gelandet, die ich hier gern verlinken würde. Das traue ich mich aber nicht, denn das Landgericht Hamburg hat entschieden, dass gewerbliche Webseitenbetreiber für Urheberrechtsverletzungen auf verlinkten Seiten haften.

Leider ist es in der Praxis kaum möglich für alle auf verlinkten Seiten veröffentlichten Inhalte, die urheberrechtlichen Nachweise der jeweiligen Seitenbetreiber einzuholen. Deshalb gibt es hier die Links zum selbst in die Browser reinkopieren. – Bitte lacht jetzt nicht! Ihr könnt euch schon mal daran gewöhnen: Das hier ist die Zukunft des Internets, wenn dieser Gerichtsbeschluss wirklich bindend wird, falls er es nicht schon ist. Wobei ich denke, dass es dann nur konsequent wäre, das „-net“ aus Internet rauszustreichen und durch „Sackgasse“ oder „Einöde“ zu ersetzen.

Ein Interview bei der grünen Ronja:

http://www.grueneronja.de/blogger-adventskalender-interview-mit-klara-bellis

Meine Protagonisten zu Gast auf Ronjas Blog:

http://www.grueneronja.de/blogger-adventskalender-charaktervorstellung-aus-trywwidt/

Eine Autorenvorstellung samt einer Übersicht meiner Bücher gibt es auf dem Blog von Carlosia reads Books: 

https://carlosiareadsbooksblog.wordpress.com/2016/12/09/autoren-advemtskalender-tag-9/#more-2204

Ein zweiteiliges Interview auf Buchjunkie:

http://buchjunkie.de/?p=845 Und Teil 2 sogar mit einer exklusiven Kurzgeschichte: http://buchjunkie.de/?p=855

Ein Beitrag im Akustischen Weihnachtskalender:

Der Text steckt im zweiten Türchen des Kalenders auf der Webseite des Autors Carsten Koch. Eingelesen hat ihn Corrina Waldbauer. http://www.erbsenprinz.de/weihnachten2016.php?itemid=406

Zwischenstand einer Kinderbuchillustration

Bis zum letzten Strich dauert es noch ein wenig.

Neben den letzten Arbeiten am Romanprojekt – derzeit lesen es zwei Korrekturleser sowie eine Autorin, die sich den Text noch mal inhaltlich zur Brust nimmt (http://www.danielarohr.de) – zeichne ich auch an Illustrationen für ein Kinderbuchprojekt der Autorin Anke Höhl-Kayser. (http://www.hoehl-kayser.de).

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Facebook – Ich hole mir mein Leben zurück!

Bildschirmfoto 2015-10-19 um 22.11.10Irgendwann im Jahr 2009 ist mir Facebook passiert, ausgelöst durch einen Bekannten aus den USA. Er schickte immer wieder mal eine Mail mit einem Link zum Netzwerk. „Aha. Der sucht wohl eine Freundin“, war meine Reaktion darauf, weil ich es für eine Datingplattform hielt. Bis mir irgendwann klar wurde, dass Facebook sozusagen das neue Myspace war. „Also, was soll‘s“, dachte ich, „melde ich mich da mal an.“
Anfangs machte es Spaß. Ein guter Ort, um Kontakte zu Bekannten aufrechtzuerhalten, die weit entfernt wohnten. Mal hier ein Foto, mal da eine witzige Bemerkung oder ein spannender Zeitungsartikel. Es regte auch an, selbst kreativ zu werden. So entstanden zum Beispiel meine Cartoons, die „schrägen Biester“, aus der Laune heraus, was Eigenes durchs Netz zu schicken, anstatt raubkopierte Witzebilder zu teilen.
Später dann, als ich in die Selfpublisherei reinrutschte, wurde Facebook zu meinem virtuellen Schreibbüro. Ich vernetzte mich mit anderen Autoren und trat in fachlichen Austausch. Gleichzeitig wurde Facebook für mich zur wichtigsten und genau genommen auch einzigen Möglichkeit, meine E-Books zu bewerben.
Doch wie bei allen Dingen hat auch Facebook – zumindest für mich – zwei Seiten. Immer öfter beobachtete ich mich dabei, dass ich bis spät in die Nacht vor dem Monitor saß und auf den Datenstrom glotzte, den Facebook mir auf die Timeline schickte. Oft waren das Beiträge, die ich schon kannte, hatte ich doch auch tagsüber ständig vor dem Monitor gehockt und geglotzt, obwohl ich doch schreiben oder wenigstens die Wäscheberge wegbügeln wollte. Abends las ich keine Bücher mehr oder schaute irgendeinen Film im TV. Ich saß vor dem Monitor und starrte mit brennenden Augen in das Netzwerk. Zwischendurch arbeitete ich natürlich an meinen Texten und ich redete mir ein, dass Facebook ja im Grunde mein Büro wäre, mein Kontakt zu anderen Kreativen. Trotzdem wandelte ich meine Schreibzeit immer mehr in reine Facebookzeit um: zehn Minuten Text überarbeiten, zwanzig Minuten glotzen und ab und zu was kommentieren und schon waren aus den zwanzig Minuten fünfundvierzig geworden.
Sobald ich meinen Arbeitsplatz verließ, um auch mal im richtigen Leben aktiv zu werden, juckte es spätestens nach einer Viertelstunde in den Fingern und ich musste – nur mal ganz kurz – nachschauen, ob es denn nicht was Neues bei Facebook gab. Das „ganz kurz“ dauerte dann meistens eine halbe Stunde oder länger.
Nach einem für mich sehr unangenehmen Vorfall, der mich noch tagelang danach beschäftigte – keine große Sache, nur eines der vielen Missverständnisse, die ohne die für Facebook typische Art der Kommunikation niemals so vorgekommen wären – hat es bei mir endgültig „Klick“ gemacht. Mir ist bewusst geworden, was ich mir mit Facebook eigentlich alles antue.
Dank Facebook verfange ich mich immer wieder in zeitraubenden Diskussionen und rege mich über Dinge auf, die für mich im realen Leben keine Rolle spielen. Zudem spüre ich mehr als deutlich, wie ich mich durch Meinungsmacher beeinflussen lasse, die im Netzwerk ihre ganz eigenen politischen Zwecke verfolgen. Meinungsmacher, die immer latent präsent sind, auch wenn ich versuche, meine Facebook-Blase gegen solche Gedankenwelten abzuschotten.
Und das Schlimmste von allem, ich lasse mir seit Jahren jeden Tag mehrere Stunden meiner knappen Lebenszeit rauben, in dem es mir immer weniger gelingt, den Facebook-Konsum wirklich nur auf das Wichtigste zu beschränken, nämlich auf den Kontakt zu Freunden, zu anderen kreativen Menschen und zu meinen Lesern.
Da ich mich aus beruflichen Gründen nicht konsequent von diesem Netzwerk trennen kann, versuche ich es jetzt auf pädagogische Weise. Im Grunde ist es so etwas Ähnliches wie „schwarze Pädagogik“: ein vollautomatisches, zeitlich begrenztes Facebook-Verbot für mich selbst.
Meinen Browser habe ich so eingestellt, dass ich jeden Tag nur ganz kurz bei Facebook reinschauen kann. Über den Rest des Tages ist das Netzwerk für mich blockiert.
Jetzt hoffe ich, dass meine Erziehungsmaßnahmen fruchten und ich wieder mehr Zeit zum Lesen, Bügeln und zum Leben habe. Und mit viel Glück schaffe ich es vielleicht noch in diesem Jahr, den Fortsetzungsroman zu „Trywwidt“ zu veröffentlichen.
Aber vorher muss ich noch ganz schnell bei Facebook diesen Blogartikel teilen. Und dann kann ich ja gleich mal schauen, was inzwischen in der einen Gruppe gepostet wurde und wenn ich schon mal dabei bin, dann … Ach Mensch. Aber ich bekomme es in den Griff. Ganz bestimmt. Irgendwann.

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Wanderungen durch den bunten Garten der Rezensionen

garten-16Ich geb’s ja zu. Manchmal lese ich tatsächlich Rezensionen. Besonders gern im Online-Shop des großen „A“s, in dem ich seltsamerweise so gut wie nie ein Buch kaufe. Mit Ausnahme von E-Books, als Futter für mein Kindle.
Wenn mir ein Buch besonders gut gefällt, lasse ich mich sogar dazu hinreißen, selbst eine Rezension zu schreiben, die ich meistens bei Lovelybooks reinstelle, obwohl mir das mit dem Rezensieren sehr schwer fällt. Das ist aber kein Problem, denn wozu gibt es all die tapferen Heerscharen von Rezensenten, die mit ihren Ergüssen das Internet fluten? Dort findet selbst eine hoffnungslose Rezie-Niete, wie ich es bin, genug Inspirations- und Anschauungsmaterial, um sich aufs Schreiben von Buchbesprechungen einzugrooven. Natürlich, ohne zu plagiieren! – Inzwischen bin ich durch das regelmäßige Rezensionslesen so gut eingegroovt, dass ich sie sogar schon aus dem Stegreif schreiben kann. Dazu muss ich noch nicht mal ein passendes Buch kennen, geschweige denn, es gelesen zu haben.

Hier der Beweis:

Enttäuschung auf der ganzen Linie
Ich lese niemals Krimis. Aber weil das E-Book kostenlos war, habe ich es mir heruntergeladen. Vielleicht für Krimifans geeignet. Für mich definitiv nicht. Hab’s nach 5% abgebrochen. Wem’s gefällt. Von mir dafür zwei Sterne, weil keine Rechtschreibfehler drin waren.

Das beste Buch, das ich jemals gelesen habe
Ich konnte es nicht weglegen. Einfach genial. Normalerweise lese ich keine Bücher und schreibe auch keine Rezensionen. Ich habe viel geweint und weine immer noch. Unfassbar, was der Autor alles erdulden musste. Weiter so! Absolute Leseempfehlung! Fünf Sterne.

Meine Rezension zu „Krieg der (B)Engel – ein Abenteuerroman; Teil 1“
Zum Inhalt
In dem Roman „Krieg der (B)Engel – ein Abenteuerroman; Teil 1“ der Autorin Klarissa Miller geht es um eine Jungenbande, die in einem baufälligen, katholischen Klosterinternat des ausgehenden 19. Jahrhunderts mit undichten Fenstern lebt. Im ersten Kapitel kommt der braunhaarige Arthur von Beinlaus neu in die Klasse der strengen Schwester Heike, die grüne Augen hat und ein dunkles Geheimnis hütet, das … gefühlte zehn Seiten Fließtext …
!!!!+++ACHTUNG+++SPOILER+++EVENTUELL NICHT WEITERLESEN+++!!!!
… Das 20. Kapitel schließt mit dem tragischen Unfalltod der Hauptfigur Arthur von Beinlaus ab. Der Leser erfährt auch die Auflösung des dunklen Geheimnisses der Schwester Heike. Sie ist in Wirklichkeit Arthurs böse Stiefmutter und hat Arthurs tödlichen Unfall arrangiert. Jetzt erbt sie alles Geld von Arthurs Vater, dem Grafen Karl-Ernst von Beinlaus, und zieht endlich ins Schloss ein. Ein lange gehegter Traum wird wahr.
Zum Cover
Das Cover ist in Rot und Gelb gehalten und man sieht ein vergrößertes Läusebein in der Abendsonne leuchten. Die Titelschrift ist … gefühlte fünf Seiten Fließtext … Mir gefällt besonders gut, dass das Läusebein so realistisch wirkt, als ob es fast schon aus dem Cover springt.
Mein Fazit

Weitere gefühlte sechs oder sieben Seiten Fließtext, die ich aus Zeitgründen – es stand Milch auf dem Herd und das Telefon klingelte – nicht mehr gelesen und somit auch nicht groovymäßig verinnerlicht habe.

Auch wenn ich selbst eine ziemliche Lusche im Schreiben von Rezensionen bin und regelmäßig mit Angstschweißausbrüchen kämpfe, wenn ich nur daran denke, freue ich mich natürlich, wenn das andere Leser anders sehen und sogar meinen Büchern ab und zu eine Rezension schenken.

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Packungsbeilage und Warnhinweis*

achtung-buchEigentlich kann einem Autor – oder in diesem hoffnungslosen Fall einer Autorin – kaum etwas Schöneres passieren, als dass ein Bücherwurm auf sie zukommt, sie mit großen Augen anstrahlt und sagt: „Ich habe dein Buch gekauft. Ich freue mich schon, es zu lesen.“ Wie gesagt: eigentlich.

Falls jemand die Fernsehserie Star Trek kennt, besonders die Sequenzen, in denen eine unbekannte Spezies mit Lichtgeschwindigkeit auf die Enterprise zurast, dann kennt derjenige – oder diejenige – vermutlich das schrille Geräusch, das der rote Alarm in solchen Momenten von sich gibt, während panische Raumfahrer durchs Bild stürmen und sich in Sicherheit bringen. In etwa so sieht es ganz tief in mir drin aus, wenn ich von zukünftigen Lesern höre, dass sie es kaum erwarten können, in mein Buch einzutauchen.

Ähnlich wie auf der Enterprise fahren bei mir die Schutzschilde hoch. Genauer, mir rasen sofort wirre Gedanken durch den Kopf, die, laut ausgesprochen, darauf hinauslaufen würden, dass ich dem Leser lang und breit erkläre, was er da für eine Lektüre erworben hat. Nur sicherheitshalber, um zu vermeiden, dass sich der oder die Ahnungslose völlig unvorbereitet auf den Text stürzt und sich vielleicht darin verirrt.

Wie gerne würde ich mein erwartungsfrohes Gegenüber warnen: „Sei lieber vorsichtig! Da drin gibt es mehrere Handlungsstränge.“ Dann die heikle Tatsache, dass der eine oder andere Protagonist nicht ganz dem gängigen Schönheitsideal entspricht. Zu viel Schokolade, zu wenig Sport, Orchideen … ihr wisst schon, das ganze Programm und FUMP! – schon hat eine Romanfigur ein paar Pfund mehr auf den Hüften. So etwas kann unvorbereitete Leser völlig aus der Bahn werfen, weiß ich inzwischen.

In den äußerst fragilen Momenten des Autor-Leser-Kontakts erscheint es mir verlockend, den Allergikerhinweis im Klappentext, der vor Elfen, Vampiren und Pflanzenbiochemikern warnt, um ein paar sicherheitsrelevante Informationen zu erweitern.

„Lies dir erst mal die Packungsbeilage durch und überlege genau, ob das Buch wirklich was für dich ist“, könnte ich dann zukünftigen Lesern zuraunen.

Natürlich würde ich das nie im Leben auch wirklich tun, denn jeder interpretiert ein Buch auf ganz eigene Art. Es hätte also gar keinen Zweck, dem vorfreudigen Bücherwurm lauter Erläuterungen um die Ohren zu hauen.

Spannend finde ich dennoch, dass auch andere Autoren von diesem seltsamen Erklär- und Vorwarndrang befallen zu sein scheinen. In einem Telefonat mit der Autorin Isabell Schmitt-Egner konnte ich noch ein bisschen mehr über das Phänomen erfahren, das sich wohl etwas abschwächen soll, je mehr Bücher man veröffentlicht hat.

Das klingt hoffnungsvoll. Ich werde so schnell wie möglich meinen nächsten Roman herausbringen. Aber zuvor muss ich noch die Packungsbeilage für den jetzigen überarbeiten und ergänzen. Ein paar ganz wichtige Warnhinweise fehlen noch. Nur zur Sicherheit.

*) Achtung! Dieser Text beinhaltet – wie fast immer bei meinen Texten – selbstironische Betrachtungen. Nur so als Warnhinweis. ;-)