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Von Milliardären und Mogelpackungen

Ein Buchcover mit nackter Männerbrust

Das Cover für den Milliardärsroman

Die Idee für „Final Passion“ kam mir durch einen großen E-Book-Shop, in dem es unglaublich fantasievolle Titel gibt, die ganz ähnlich klingen wie „Die verliebte Leihmutter des Alpha-Milliardärs“ oder „Die Überraschungsvierlinge des Wikinger-Häuptlings“. Inspiriert durch diese bunte Titelvielfalt brannte es mir unter den Nägeln, eine Persiflage auf solche Geschichten zu schreiben. Doch beim Schreiben merkte ich schnell, dass mir die Protagonisten Valerie und Leander viel zu sehr ans Herz gewachsen waren, um sie mit Überraschungssiebenlingen und Alpha-Wikingern in ein Buch zu stecken. Deshalb bekamen sie ihre eigene Geschichte, die voraussichtlich im Februar 2018 veröffentlicht wird.

Wenn man sich ein wenig mehr mit der Flut an Milliardärsromanen im E-Book-Shop von Amazon beschäftigt, in denen es von Alpha-Männern, egal ob Scheich oder Wikinger, nur so wimmelt, gern mit sogenannten Überraschungsbabys in der Geschichte und mit dem obligatorischen Waschbrettbauch auf dem Cover, so kann einem das Schmunzeln durchaus im Gesicht einfrieren. Unter diesen E-Books gibt es immer mehr, die im Grunde nur deshalb in den besagten großen E-Book-Shop gestellt werden, weil sie als buchgewordene Gelddruckmaschinen funktionieren. Der Trick geht so, dass die „Autoren“ eine neue, oft recht kurze Geschichte an den Anfang ihres E-Books setzen, zu der sie dann passend das Cover und den Buchtitel gestalten. An den Text der neuen Geschichte wird ein ganzer Schwung alter, schon längst veröffentlichter Geschichten als „Bonus“ drangehängt, manchmal sogar vermischt mit englischen Texten, um die Länge des E-Books aufzublähen. So werden aus knapp 100 Seiten ganz schnell weit über 1.000 Seiten. Dass die sogenannten „Bonus-Stuffer“ damit gegen die strengen Regeln von Kindle Unlimited, der Flatrate des E-Book-Shops, verstoßen, ist natürlich klar, stört sie aber nicht weiter.

Wenn ein ahnungsloser Leser solch ein aufgeblähtes Buch über die Flatrate ausleiht, zahlt Amazon dem Autor Geld für jede vom Leser durchgeklickte Seite. Wobei der Autor selbstverständlich das E-Book mit Sprungmarken so präpariert hat, das die mehr als 1.000 Seiten ganz schnell durchgeklickt werden, ohne dass der Leser sie auch alle lesen muss.

Wie durch ein Wunder – an deren Existenz ich allerdings nicht so recht glauben mag – erreichen diese Art von E-Books in schöner Regelmäßigkeit die absolute Spitze der E-Book-Charts und somit sehr viele Leser, die den Autoren hohe Einnahmen pro Monat für ihre Mogelpackungen verschaffen. Wobei ich fürchte, dass die Leser es doch irgendwann mal bemerken, immer wieder dieselben Geschichten im E-Book zu finden. Das wiederum könnte auch den Ruf aller anderen Autoren schädigen, denn für den Leser scheinen diese Betrügereien kaum nachvollziehbar zu sein. Und die Gefahr besteht, dass dann alle Indie-Autoren und Selfpublisher über einen Kamm geschert werden.

Die Autorin Myra Çakan hat diese Abzockemasche, mit der Leser für dumm verkauft werden, in ihrem Blog ausführlich erklärt: ebook-tipps.blogspot.de/2018/01/mach-mir-den-bonus-stuffer-baby-ku

Wobei Valerie und Leander den Bonus-Stuffern fast schon dankbar sein müssen, denn ohne die abgefahrenen Buchtitel und immer gleichen Buchcover, wäre ich niemals auf die Idee gekommen, mich in dem Genre zu betätigen und die beiden hätten nie das Licht der Buchwelt erblickt. Zumal ich den leisen Verdacht habe, dass in irgendeiner Parallelwelt meine Protagonisten tatsächlich existieren. Aber bitte verratet das keinem! Sonst schauen mich die Leute aus meinem Bekanntenkreis wieder so seltsam an.

PS: Das Cover hat übrigens Yvonne Less von Art4Artists gestaltet: art4artists.com.au

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Vom Leben in Parallelwelten

Ein Fake-Buchcover

Nein, das ist nicht das echte Cover und auch nicht der Titel. Ich habe nur herumgespielt.

Im Moment sitze ich an den letzten Arbeitsschritten zu einem kompakten Roman. Eine Art Schnulzenroman* mit Thrilleranteil und viel Herzeleid und Liebelei, der sich frecherweise vor den abschließenden Teil des Trywwidt-Projekts gedrängelt hat.

Seit gut einem Monat arbeite ich an diesem Spontan-Projekt und hämmere in jeder freien Sekunde in die Tasten. Auch zwischen Weihnachten und Neujahr habe ich, wann immer es ging, daran gewerkelt. Zum Glück hatte ich Urlaub. Zumindest, wenn ich meine Arbeitstage am ersten Weihnachtsfeiertag und zu Silvester gedanklich ausblende. Leider türmen sich durch das exzessive Schreiben schon wieder die Wäscheberge und auch der Rest vom richtigen Leben fällt hinten runter, da ich, egal wo und mit wem ich unterwegs bin, nur körperlich anwesend bin. Mein Geist ist leider abwesend, da meine Gedanken um den Text kreisen.

Dank dieser exzessiven Art des Schreibens sind meine Energiereserven trotz der freien Tage bedenklich heruntergebrannt. Mal wieder beweist mir das richtige Leben, dass es nicht vereinbar ist mit meinem Autorinnendasein. Es scheint tatsächlich nur ein „Entweder/Oder“ zu geben. Bei einem Nebeneinander von Schreiben/Arbeiten/Familie/Haushalt gehe ich nach und nach in die Knie, weil ich keiner der drei bis vier Parallelwelten gerecht werden kann, ohne die anderen zu vernachlässigen.

Trotzdem bin ich glücklich und auch ein bisschen stolz auf mich, dass ich den Schnulzenroman an meinen freien Tagen praktisch abschließen konnte. Jetzt fehlt nur noch ein Cover, ein Titel (obwohl ich den wahrscheinlich schon habe) und ein fast echter englischer Autorenname, den ich eigentlich auch schon habe. Danach kann ich mit neuem Schwung das Trywwidt-Projekt in Angriff nehmen und hoffentlich spätestens Ende 2018 beenden.

So, wie es aussieht, wird der letzte Trywwidt-Teil auch mein letztes großes Romanprojekt auf lange Sicht bleiben, da es leider nicht klappt, mehrere Leben gleichzeitig zu leben.


*) Eigentlich sollte es eine Parodie auf die vielen seltsamen E-Books im Amazonien-Shop werden, die so schräge Titel haben wie „Die verliebte Leihmutter des Alpha-Scheichs“ und die sich lesen, als wären sie mit Google-Translator übersetzt worden. Schrägerweise schaffen es Titel dieser Art immer wieder an die absolute Spitze der Verkaufscharts. Wobei ich mir bis heute nicht sicher bin, ob es an den Buchcovern liegt (Waschbrettbäuche in allen Entwicklungsstadien), die einen unwiderstehlichen Kaufreflex auslösen. Oder daran, dass die Autoren dieser Bücher einen geheimen Weg gefunden haben, nach ganz vorne an die Spitze zu kommen, ohne mühsam echte Leser finden zu müssen.
Mein meistens halbwegs gesunder Menschenverstand – außer vielleicht, wenn Schokolade oder Kaffee unverhofft alle sind – will einfach nicht glauben, dass Leser-/innen freiwillig solche Bücher in Massen kaufen und auch noch mit Vergnügen lesen.
Leider ist es dann doch keine Parodie geworden, weil ich dazu nicht locker genug im Kopf bin und mir meine Lebenszeit zu schade ist, mir etwas über Alpha-Wikinger und ihre unehelichen Vierlinge, die in Wirklichkeit verzauberte Werwölfe sind, aus den Fingern zu saugen. Deshalb ist es vermutlich eine echte Romantik-Schnulze geworden, mit ein bisschen Nervenkitzel.

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Triggerwarnungen in Büchern: Was das mit mir beim Schreiben macht und was Psychologen dazu sagen

In letzter Zeit lese ich des Öfteren Blogtexte, in denen es um die Wichtigkeit von Triggerwarnungen in Büchern geht. Solche Warnungen sollen traumatisierte Menschen vor verstörenden Inhalten bewahren. Das fand ich grundvernünftig, wurde doch meist anhand des tragischen Beispiels einer Freundin, die als traumatisierte Person durch das unverhoffte Lesen brutaler Textstellen retraumatisiert wurde, die Wirkung dieser Trigger erläutert. Auch auf Bücherblogs wird hin und wieder der Wunsch geäußert, gewisse Bücher mit Triggerwarnungen zu versehen. Zudem habe ich gesehen, dass Leser durchaus auch „Sternchen“ in der Bewertung abziehen, wenn ein Buch mit gewaltbeschreibenden Textstellen keine Triggerwarnung aufwies.

In mir bleibt nach dem Lesen solcher Beiträge ein dumpfes Schuldgefühl zurück. Ich schreibe Bücher über Vampire. Wesen, die kein Gewissen besitzen und die ihrem Gegenüber unter Umständen unbeschreiblich üble Dinge antun. Dennoch schreibe ich keinen Splatter oder Horror, sondern Urban Fantasy für den Durchschnittsleser oder die Durchschnittsleserin. Es gibt jedoch Vampirgeschichten, die alles andere als gewalttätig oder beängstigend sind, sondern eher lustig oder romantisch. Solche Geschichten könnten die Erwartung schüren, auch meine Vampirgeschichten wären so. Zumal die Cover meiner Bücher recht unblutig daherkommen.

Was passiert nun, wenn eine schwer traumatisierte Leserin eine nette Geschichte erwartet und dann unverhofft Mara Mondschatten im Blutrausch erlebt? Oder Doktor Messerbach, wie er Korwin Schwarzvogel an den Rand des wirklichen Todes foltert? Ich versuchte, es mir lieber nicht auszumalen. Doch das schlechte Gewissen drückte immer mehr.

Bald merkte ich beim Schreiben, dass eine kleine Schere in meinem Kopf zu schnippeln begann. Fragen wie „Lasse ich diese Gewaltszene lieber weg?“ oder „Darf ich das überhaupt so schreiben?“ schlichen sich immer öfter in meinen kreativen Prozess und drohten, meine Texte zu beeinflussen. Auch beim Klappentext fing ich an zu überlegen, wie ich daraus einen Warntext machen könnte. Etwas, das eher einem Beipackzettel zu einem Medikament gleicht als einer Zusammenfassung des Romans.

Als mir der nächste Triggerwarnungs-Blogartikel über den Weg twitterte, befragte ich aus reiner Neugier zu diesem Thema zwei Fachleute. Eine Diplom-Psychologin und einen Kinder- und Jugendpsychiater. Beide antworteten mir im selben Tenor: Triggerwarnungen bei Unterhaltungsliteratur halten sie für „Humbug“ oder „Bullshit“.

Mir wurde erläutert, dass es in der Traumatherapie darum ginge, das Trauma zu verarbeiten und den Patienten zu befähigen, ein normales Leben zu führen. Und zu diesem normalen Leben gehöre auch der Konsum von Unterhaltungsmedien. Es sei im richtigen Leben unmöglich, Triggern aus dem Weg zu gehen. Zumal traumatisierte Menschen nicht nur auf direkte Stimuli verstört reagieren können. Um ein Flashback auszulösen, würde schon – je nachdem, wie das Verbrechen passiert sei – eine Kleinigkeit ausreichen, wie z.B. zufällige körperliche Nähe in einem öffentlichen Verkehrsmittel. (Ich selbst habe von einem Fall gehört, da löste der Geruch eines Duschgels einen Flashback aus.)

Das Therapieziel bei Traumaopfern sei nicht die Vermeidung solcher Situationen, denn das würde das Leben der Betroffenen extrem einschränken. Meine Ansprechpartner wiesen mich darauf hin, dass Traumapatienten mündige Menschen seien und deshalb in der Lage dazu, ein Buch sofort zu unterbrechen, wenn sie an eine Stelle gelangen, die in ihnen Angst, Unwohlsein oder zu starke Erinnerungen auslösen. Solche Triggerwarnungen könnten von Betroffenen sogar als Gängelung empfunden werden.

Neben dem Hinweis: „Für tatsächliche Trauma-Kranke muss die Welt nicht wattiert werden“ erhielt ich auch noch Formulierungshilfen für den Klappentext, falls ich an der Triggerwarnungstheorie festhalten sollte:

„Dieses Buch enthält Unvorhergesehenes, mehr als das Cover erahnen lässt. Für manche entstehen Gestalten, die sich aus den Zeilen in ihr Leben bewegen und NIE wieder daraus verschwinden.“

Oder

„Das Lesen dieser Zeilen könnte Auswirkungen auf Ihr Leben haben.“

Unsere Fantasie befähigt uns, alles Mögliche – und auch das Entsetzliche – in diese nicht so ganz bierernst gemeinten Hinweise hineinzuinterpretieren. Und ich versuche jetzt, die Schere schnellstmöglich wieder aus meinem Kopf hinauszuwerfen. Es wird sicher eine Weile dauern. Aber Trywwidt und Korwin Schwarzvogel und ihre grausam-schrägen Abenteuer werden mir dabei helfen.

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„Eine Fee namens Johnny“ mit Illustrationen von mir

Merret hat es nicht leicht. Die Kleine ist Brillenträgerin. Ein Pflaster verklebt eines der Brillengläser, was immer wieder Angriffsfläche für mobbende Mitschüler bietet. Und dann wird auch noch ihr Hund Freddie krank. Merret könnte verzweifeln, wenn da nicht auf einmal dieser geheimnisvolle Johnny auftauchen würde. Und der hat so einige Tricks auf Lager. In „Eine Fee namens Johnny“ wird eine Geschichte über Angst und Mut, über Selbstbehauptung und die Kraft von Freundschaft und Fantasie erzählt, verpackt in ein spannendes Fantasyabenteuer für Kinder zum Vorlesen oder zum selber lesen.

Als ich Ende 2016 die Anfrage der Autorin Anke Höhl-Kayser erhielt, ob ich nicht mal für ein Kinderbuch was zeichnen kann, musste ich eine ganze Weile mit mir kämpfen. Einerseits habe ich bis vor einigen Jahren sehr viel gemalt und gezeichnet. Andererseits habe ich das Ganze nach der Geburt meiner Tochter aufgeben müssen, weil die innere Ruhe, die ich zum Malen brauche, nicht mehr da war. Außerdem befand ich mich damals in der Endphase der Überarbeitung meines zweiten Trywwidt-Romans. Und an zwei großen Projekten parallel arbeiten, das ist bei mir leider nicht drin. Trotzdem bin ich nach einigem Hin und Her das Wagnis eingegangen, habe mich auf den Hosenboden gesetzt und die Illustrationen für das Buch geliefert. Ich hoffe, es macht euch genauso viel Spaß, das Buch zu lesen, wie es mir Freude gemacht hat, die Illustrationen zu zeichnen.

„Eine Fee namens Johnny“ gibt es überall im Buchhandel. Als E-Book oder gedrucktes Buch (ISBN-13: 978-3957651143).

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Aufbruchsstimmung: Dieser Herbst ist mein Frühling

Zur Zeit geht es bei mir Schlag auf Schlag. Den Sommer über habe ich an der Druckausgabe von Trywwidt II gearbeitet. Seit Oktober ist das Taschenbuch im Handel erhältlich. Im Buch sind, genau wie im ersten Teil, wieder ein paar Illustrationen von mir zu finden.

Wenn alles klappt, werde ich vielleicht sogar eine Lesung zum zweiten Band in einem Leipziger Club machen.

Meine Coverbild-Künstlerin Anke Merzbach hatte zudem die Idee für fetzige Magnet-Lesezeichen, sodass ich mit dem Gedanken spiele, mal wieder eine Verlosung auf Facebook zu starten.

Auch zur Pressearbeit konnte ich mich motivieren. Vermutlich wegen des Energieschubs, den mir die zufällig im Kühlschrank gefundene Schokolade verpasst hatte.

 

Neben der Druckausgabe von Trywwidt II habe ich im Oktober mit Schattenruf eine echte Neuerscheinung vorzuweisen. Eine Erzählung, die mit meinen Trywwidt-Romanen im lockeren Zusammenhang steht. Wenn man so will eine Art „Sequel“.

Sie ist als E-Book erschienen und kann kostenlos in so ziemlich allen Shops heruntergeladen werden.

Das Cover habe ich dieses Mal selbst gestaltet. Es musste schnell gehen und es hat Spaß gemacht.

 

Und noch ein weiteres meiner E-Books schafft gerade den Sprung aus der virtuellen in die reale Welt. Die Schrägen Biester gibt es schon seit einigen Jahren als Ausstellung im Bergzoo in Halle (Saale) sowie als Kindle-E-Book. In letzter Zeit haben sich die Anfrage gehäuft, ob es die in der Ausstellung gezeigten „Biester“ nicht auch als Buch zu kaufen gäbe. Also habe ich – Augen zu und durch – das Projekt in Angriff genommen und eine Druckvorlage erstellt. Diese werde ich, wenn nichts dazwischen kommt, in der ersten Novemberwoche bei Books on Demand hochladen und zum Druck freigeben.

Und weil das noch nicht reicht, scheint gerade ein tolles Kinderbuch im Lektorat zu sein, zu dem ich Illustrationen geliefert habe. Das Buch soll noch im November erscheinen. Aber dazu mehr, wenn es soweit ist.