Wintermaid II: Höhlenbrut

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Das Wintermaid-Thema ist abgeschlossen. Aus einer verunglückten Kurzgeschichte für ein Anthologieprojekt wurden innerhalb von knapp 1,5 Jahren zwei Romane, die als E-Book* auf Amazon erhältlich sind.

Beim Schreiben von „Wintermaid“ und später auch von „Höhlenbrut“ schwebte mir eine Welt vor, in der Frauen nicht als Menschen angesehen werden. Sie gehören zum Besitz ihrer Männer oder Väter. Das Land südlich des Grauen Seng, dem meine Protagonistin Lhan entstammt, stelle ich mir wie eine Mischung aus dem Römischen Reich und dem chinesischen Kaiserreich vor – genauer den Klischees davon. Eine Hochkultur in einem expansiven Reich, mit einem Kaiser als unantastbaren Alleinherrscher. Die Würdenträger und Gelehrten – Zeremonienmeister und Quacksalber – sorgen für stabile Verhältnisse im Reich. Dann gibt es noch das kaiserliche Heer, das im schwer zugänglichen Gebirge auf erfahrene Jäger aus den Bergdörfern zurückgreift.

In einer klassischen High Fantasy-Erzählung wären das die Menschen, die sich gegen eine drohende Gefahr wappnen. Einer Gefahr, die von unmenschlichen Kreaturen ausgeht, die danach trachten, die traditionellen Strukturen zu zerstören.

Genau das ist auch in meiner Geschichte der Fall. Die Bedrohung für die Menschen geht hier von Kreaturen aus, die tief unterm Gebirge hausen. Neben ihrem verstörenden Aussehen besitzen sie zerstörerische Kräfte, mit denen sie Felsen verrücken oder namenlose Ängste heraufbeschwören können. Allein schon durch ihre bloße Existenz und die Tatsache, dass sie sich nicht an die gesellschaftlichen Konventionen des Kaiserreichs gebunden fühlen, bilden sie eine Bedrohung der Ordnung, gegen die sich die Menschen zur Wehr setzen müssen.

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Meine Geschichte wird jedoch nicht aus Sicht der heldenhaften Menschen erzählt, die in epischen Schlachten gegen die ihr Reich zersetzenden Kräfte ankämpfen, sondern aus Sicht der bedrohlichen Monster. Genauer aus Sicht einer nicht ganz unbeteiligten menschlichen Beobachterin, der Protagonistin Lhan.

Wobei nicht alle Menschen den Monstern feindlich gesinnt gegenüber stehen. Wie in einer High Fantasy-Welt sind auch hier Menschen den bedrohlichen Kreaturen zu Diensten und leben unter ihnen. Sie versuchen, ihren Lebensstil gegen den Druck, den das Kaiserreich ausübt, zu verteidigen. Dabei schwingen sie sich ungefragt zum Fürsprecher für die Kreaturen aus der finsteren Tiefe auf, ignorieren aber deren Bedürfnisse und drücken ihre eigene Sicht auf die Dinge unbarmherzig durch. Ein Vorgehen, mit dem sie ihre Verbündeten massiv gefährden, anstatt sie tatsächlich zu unterstützen.

*) Von „Wintermaid“ gibt es auch eine Taschenbuchversion (hier jedoch noch die erste Auflage, im Gegensatz zur etwas überarbeiteten E-Book-Auflage), die überall im Buchhandel bestellbar ist. „Höhlenbrut“ wird es in einigen Wochen ebenfalls als Taschenbuch geben.