Weihnachten & Wintermaid

Das Cover zum Hörbuch „Wintermaid“. Eine junge Frau steht mit einer Armbrust in der Hand unter einem Torbogen in einer verschneiten Landschaft.
Das Cover zum Hörbuch von „Wintermaid“. Gestaltet von Yvonne Less, Art 4 Artists

Jetzt wurde es veröffentlicht: das Hörbuch zu „Wintermaid“. Erschienen ist es in der Hörbuchmanufaktur Berlin. Eingesprochen hat es Katja Sallay. Es wird bald in vielen Shops zu hören sein. Auch bei Spotify, Google Play und Audible.

Als ich vor einigen Wochen die Rohversion gehört habe, ist was ganz Seltsames passiert. Obwohl ich die Geschichte längst kannte und obwohl es mir persönlich eher unangenehm ist, wenn ich mit selbstgeschriebenen Texten konfrontiert werde (so ähnlich, wie wenn man seine eigene aufgezeichnete Stimme irgendwo hört), konnte ich nicht aufhören zuzuhören. Die Geschichte entwickelte ganz schnell einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte. Und als es vorbei war, stand ich wie benommen da und wusste nicht, wie ich in den Alltag zurückfinden sollte.

Ich hoffe, dass es viele Hörerinnen und Hörer ebenso in die Geschichte hineinzieht und sie mit Lhan – und Mo – mitfiebern können.

„Wintermaid“ und auch „Höhlenbrut“ habe ich so aufgebaut, wie ich diese Geschichten als Geschichtenerzählerin weitergeben würde, sollte ich jemals in ein Paralleluniversum stolpern und dort an einem Lagerfeuer sitzend Geschichten erzählen: intuitiv ein Kapitel nach dem anderen, die jeweils aufeinander aufbauen.

Und ich habe versucht, eine Botschaft darin einzubauen. Eine simple Botschaft, die ganz leicht zu verstehen ist und die dennoch nicht allzu viele Fans zu haben scheint: Achtet euer Gegenüber und geht behutsam mit der Welt um.

Und eigentlich wollte ich jetzt noch was über Weihnachten schreiben, dass es mir in diesem Jahr kaum möglich ist, Geschenke zu kaufen, dass ich diesen Geschenkewahnsinn einfach nur über habe und am liebsten den ganzen Kommerz und den Erwartungsdruck und all das ausfallen lassen möchte (meine Tochter würde in diesem Falle die Scheidung einreichen).

Ich wünsche mir zu Weihnachten einfach nur Zeit und Ruhe. Mit einem guten Buch in der Hand aufs Sofa kuscheln und tagelang nur lesen. Und dazu ein bisschen Musik hören. Das wär’s.

Die Realität sieht eher so aus, dass ich fieberhaft überlege, wie ich jetzt an Geschenke komme, wo doch wegen des Lockdowns bald die Läden dicht machen und ich mich auf keinen Fall mit der Menschenmasse nach Feierabend die nächsten zwei Tage in irgendwelche Läden reinquetschen will. Und dass ich auch schon Sinnlosigkeiten übers Internet bestellt habe, nur um nicht ohne Geschenke dazustehen.

Das wird noch ein Spaß! Nicht.

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