Warum es mal wieder sehr viel länger dauert

Manchmal beneide ich Kater „Schrumpel“ um sein kompromissloses Schlafmanagement

Eigentlich dürfte ich jetzt (20:17 Uhr) nicht am Laptop sitzen und diesen Text hier tippen. Eigentlich müsste ich mich um den Abwasch kümmern, drei Wannen Wäsche wegbügeln, ein oder zwei Pakte Steinwolle auf den Dachboden schleppen (wegen der Wärmedämmung im Winter, die wir schon viel zu lange vor uns herschieben), Essen für morgen fürs Büro vorbereiten, die Wohnung aufräumen, das Katerklo säubern, den Schulranzen samt Hausaufgabenheft vom Zwergenkind abchecken … Und eigentlich wollte ich auch ein bisschen schreiben. Am zweiten „Wintermaid“-Band, an der Idee zu einem letzten, kurzen Trywwidt-Abenteuer, die Taschenbuchversion von „Wintermaid“ abschließen, die anderen beiden Trywwidt-Teile auf die Tolino-Plattform hochladen …

Dann gibt es Facebookgruppen, Bloggeraktionen, Schreibwettbewerbe etc., wo ich mal reinlesen und mitmachen sollte. Leider scheitert es da schon an den ersten Sätzen, mit denen die Aktionen beschrieben werden. Kaum gelesen, bin ich überfordert, gedanklich beim Abwasch, den Wäschebergen und dem verluderten Garten, um den ich mich auch mal kümmern müsste. Und beim Wecker, der morgen früh wieder kurz nach sechs klingelt.

Seit einiger Zeit fühlt es sich an, als würde ich ganzkörpermäßig in zähem Schleim feststecken, durch den ich mich tagein, tagaus durchkämpfen muss, ohne jemals wirklich voranzukommen. Wobei ich noch unentschlossen bin, ob es was Ernsteres ist, das mich da lähmt, oder einfach nur meine angeborene Faulheit.

Den Abwasch habe ich übrigens zwischendrin schnell gemacht. Und jetzt stelle ich mich der Mission „Steinwolle auf den Dachboden wuchten“. Das wird sehr lustig. Ganz bestimmt! Und Schreiben kann ich auch noch im nächsten Leben. Irgendwann.