Meine Arbeit am aktuellen Text neigt sich merklich dem Ende zu. Vielleicht schaffe ich es schon dieses Wochenende, das Ganze abzuschließen. Während ich an meinen Charakteren feile (Vampire …), merke ich, wie die reale Dunkelheit nach mir greift. Schon seit mehr als einem Jahr geht das so, dass ich mich immer öfter in düstere Musik flüchte, meine Gedanken darin auflöse. Ein kläglicher Versuch, sich gegen die Realität abzustumpfen. Vage Gefühle, gehüllt in dunkle Watte. Gleichzeitig macht mich die Debatte zur Gendersprache innerlich kaputt. Wobei es vielleicht gar nicht mehr so viel kaputtzumachen gibt, da andere schon vorgearbeitet haben. Mich selbst eingeschlossen. Ich bin die Dunkelheit. Geboren aus der Nacht. Und …

Irgendwo in der Tiefe … gibt es kein Licht Mehr »

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Oder warum Gendern für mich fragwürdig ist Wenn ich das Wort „Spiegelei“ höre, muss ich mich jedes Mal richtig zwingen, an was zu essen zu denken, denn ich sehe da nur einen Spiegel vor mir. Eine glänzende viereckige Fläche, auf der seltsamerweise ein Ei liegt, aber nichts knusprig Gebratenes. Beim Wort „Pfannkuchen“ sehe ich eine gusseiserne Pfanne vor mir, in der ein Kuchen liegt. Mit Schokoglasur und Geburtstagskerzen drauf. An einen Berliner oder Krapfen oder Ähnliches zu denken, zu dieser Leistung ist das menschliche Gehirn nicht fähig. (Bei einem „Berliner“ denke ich übrigens immer an einen mürrischen Mann, der mich mal im Fahrstuhl angepöbelt hatte, weil ich den Knopf nicht …

Sprache schafft Bewusstsein Mehr »

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Im Moment versuche ich, einen Umgang mit der Genederei für mich zu finden, bei dem ich seelisch nicht kaputt gehe. Es schmerzt mich wirklich sehr, was gerade passiert. Ich weiß, dass ich nichts dagegen unternehmen kann. Wenn die Lawine einmal losgerollt ist, lässt sie sich nicht mehr stoppen. Und die Lawine holt gerade richtig Schwung. Auch wenn das seltsam klingt, ich habe den Eindruck, dass es ein Stück weit wie eine Art Religion funktioniert. Bei den Diskussionen zum Gendern habe ich sinngemäß immer wieder gelesen: „Früher konnte ich nichts damit anfangen, aber dann ging mir ein Licht auf!“ Das klingt für mich wie ein religiöses Erweckungserlebnis. Und genau das könnte …

#nichtfürmich II Mehr »

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Heute war ich so leichtsinnig, in eine Facebookdiskussion reinzuklicken. Ich bin als Privatmensch nicht mehr auf Facebook unterwegs, deshalb konnte ich dort nicht kommentieren. Sicher hätte ich ohnehin nicht kommentiert, da ich vergangene Woche bei einer ähnlichen Diskussion auf Instagram sofort den aus linksidentitären Kreisen stammenden Stempel „cis-Frau“ (oft abwertend verwendet, im Sinne von „Eine wie du kann hier nicht mitreden.“) auf der Stirn trug. In der Diskussion ging es mal wieder ums Gendern, um die sogenannten Knacklaute, die jetzt immer öfter in TV und Radio auftauchen und die anscheinend ausnahmslos alle Menschen, vor allem Frauen, supitoll finden, bis auf ein paar böse, alte, weiße Männer, die sich regelmäßig darüber …

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Heute war es so weit. Heute wurde mein guter Wille gebrochen. Ein für alle mal, fürchte ich. Und das kam so: Ich war wirklich wild entschlossen, mich weiterzubilden und für ein wichtiges Thema sensibilisieren zu lassen. Also klickte ich auf das Video, das mir via Facebookwerbung angespült wurde. Es ging darin um eine arg gebeutelte ethnische Minderheit, die mit einer schon seit Wochen oder Monaten laufenden Werbekampagne auf den Socialmedia Kanälen die Mehrheitsbevölkerung für ihre Belange sensibilisieren will. Ich war guten Willens. Ich war neugierig und ich hatte ein paar Minuten Zeit. Etwa vierzig oder fünfzig Sekunden lang habe ich es ausgehalten. Dann konnte ich nicht mehr und musste das …

Maximal verar… Mehr »

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