Ich schreibe an den letzten Seiten der Wintermaid-Fortsetzung und tauche in Mos seltsame Welt ein, in der vieles nicht so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Im realen Leben läuft gerade alles Drunter und Drüber, sodass ich das Gefühl habe, eine riesige Welle rauscht auf mich zu und ich kann ihr nicht ausweichen. Abends nach der Arbeit zu schreiben, wird dadurch noch schwerer, als es vorher schon war. Und das, was ich schreibe, fühlt sich beliebig und austauschbar an. Irrelevant. Überflüssig. Letztlich sitze ich schon seit Jahren am Rechner und tippe meine Texte, ohne dass sie großartig wahrgenommen werden. Trotz der vielen Stunden auf Facebook, Twitter, Instagram. Doch …

Selbstzweifel und Straßenkehrer Mehr »

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Ein leises Stimmchen zirpt durch die Wohnung. Weil ich am Text arbeiten will, ignoriere ich es, wie ich es in den vergangenen Jahren schon oft ignoriert habe. Das Stimmchen gehört zu meiner kleinen Tochter. Seit einer knappen halben Stunde liegt sie im Bett. Längst müsste sie schlafen. Noch ein Grund mehr, sie zu ignorieren. Schließlich habe ich ihr auf dem Tablet ein Hörspiel angestellt. Das müsste doch genügen, um sie einschlummern zu lassen. Ich schreibe weiter an meinem Text. Es ist der zweite Teil meines Urban Fantasy-Romans „Trywwidt“ und er soll, nach zwei Jahren Arbeit, endlich fertig und veröffentlicht werden. Das Zirpen im Hintergrund schlägt in ein verzweifeltes Weinen um. Wütend springe ich …

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Na gut. Ich geb’s zu. Ich bin ganz kurz davor, zu platzen. Zwei Zentimeter fehlen noch, dann macht es „Bumm!“ oder „Knall!“ oder was auch immer für ein Geräusch entsteht, wenn jemand aus eigenem Antrieb explodiert. Selbstverständlich ohne technische Hilfsmittel und eigentlich mehr so im übertragenen Sinne. Mein fragiler Aggregatszustand lässt sich nicht auf die unzähligen Weihnachtsplätzchen und Schokoweihnachtsmänner zurückführen, die ich besser hätte meiden sollen. Es liegt auch nicht an meiner Sportphobie, sondern daran, dass das Manuskript für Trywwidt II nun schon seit etwa Ende Oktober fertig ist und ich darauf warte, dass Testleser und Korrekturleser sich durch die knapp 500 Taschenbuchseiten kämpfen. Ob es tatsächlich 500 Seiten sind, …

Überdruck Mehr »

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Irgendwann im Jahr 2009 ist mir Facebook passiert, ausgelöst durch einen Bekannten aus den USA. Er schickte immer wieder mal eine Mail mit einem Link zum Netzwerk. „Aha. Der sucht wohl eine Freundin“, war meine Reaktion darauf, weil ich es für eine Datingplattform hielt. Bis mir irgendwann klar wurde, dass Facebook sozusagen das neue Myspace war. „Also, was soll‘s“, dachte ich, „melde ich mich da mal an.“ Anfangs machte es Spaß. Ein guter Ort, um Kontakte zu Bekannten aufrechtzuerhalten, die weit entfernt wohnten. Mal hier ein Foto, mal da eine witzige Bemerkung oder ein spannender Zeitungsartikel. Es regte auch an, selbst kreativ zu werden. So entstanden zum Beispiel meine Cartoons, …

Facebook – Ich hole mir mein Leben zurück! Mehr »

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