Romantikprojekt fast fertig

Buchcover mit zwei Menschen, die sich küssen

Das Cover für Liebesroman Nr. 2 stammt wieder von Yvonne Less

Eigentlich wollte ich nach dem Abschluss von Trywwidt III nie wieder ein Buch schreiben. Naja. Hätte die Inkonsequenz einen Namen, hieße sie – zumindest manchmal – „Klara Bellis“. Wobei, nein, eigentlich müsste sie „Elly W. Parker“ heißen, denn so lautet das beinahe echte englische Pseudonym, das ich mir für meinen ersten Romantik-Schmöker „Final Passion“ ausgedacht hatte.

„Final Passion“ hatte ich Anfang des Jahres als Experiment rasend schnell in den Rechner gehämmert. Ich wollte mal ausprobieren, was passiert, wenn man ein E-Book veröffentlicht, mit einem Waschbrettbauch-Cover und einem englisch anmutenden Autorennamen. Natürlich ohne jeglichen Bekanntheitsgrad als Liebesromanautorin und ohne Werbung dafür zu machen. Mein Experiment verlief im wahrsten Sinne des Wortes unheimlich erfolgreich.

Klar, ich bin mir dessen bewusst, gestandene Autoren würden über das, was ich „Erfolg“ nenne, Tränen lachen. Aber im Vergleich zu den Projekten, in denen mein Herzblut steckt und meine Kraft und Energie – manchmal bis zur Selbstaufgabe – eingeflossen sind, lief dieses Buch wesentlich erfolgreicher. So erfolgreich, dass der Gedanke verlockend erschien, es noch einmal zu versuchen. Und so wackelte mein Entschluss, es mit der Schreiberei aus Zeit- und Sinnhaftigkeitsgründen sein zu lassen.

Irgendwann tauchte bei der Designerin Yvonne Less (art4artists.com.au) ein Cover auf, das mir sofort ins Auge stach. Außerdem spukte eine vage Idee in meinem hyperaktiven Hinterkopf herum und schon saß ich wieder nächtelang vor dem altersschwachen Laptop und hämmerte drauflos. Das Ergebnis liegt gerade bei einer Autorenkollegin auf dem Schreibtisch, die sich das Korrekturlesen vorgenommen hat (birgit-otten.de).

Sobald die Korrekturphase überstanden ist, werde ich wohl meinen zweiten Liebesroman bei Amazon freilassen. Wobei es sicher wieder kein klassischer Liebesroman sein wird. Beim Schreiben zieht es mich immer wieder zum Geschichten erzählen hin und das Romantische droht auf der Strecke zu bleiben. Trotzdem hoffe ich, dank der Mithilfe meiner Testleserin und meines „schlimmsten Kritikers“, die Kurve in Richtung Liebe und Herzschmerz gekriegt* zu haben. Vielleicht haben ja dann beide Lesergruppen was davon, jene, die Geschichten mögen und jene, die mitfiebern, ob die Liebe am Ende siegen wird.

*) Ich mag dieses Wort nicht. Aber mir fällt gerade kein Besseres ein.