Warum ich meinen Twitter-Account gelöscht habe

Hab ich selbst gemalt. Ist leider ein bisschen verschwommen eingescannt.

Es war mal wieder so weit. Ein Shitstorm fegte durch meine kleine Twitterwelt. Wobei sie noch nie so richtig meine Welt war, da ich mit dem Netzwerk nie ganz warm geworden bin (https://klarabellis.de/warum-ich-manchmal-leute-bei-twitter-blockiere/ ).

Der erste Shitstorm, bei dem ich schon kurz davor war, die Löschtaste zu drücken, der ging im Februar bei Twitter los. Da wurde ein in der Twitterblase recht beliebter Indie-Autor öffentlich zerlegt, weil er über einen falschen Witz gelacht hatte und anschließend auch noch mit einer nicht ganz korrekten Formulierung um Entschuldigung zu bitten versucht hatte. Zuvor hatte er regelrecht in seinem Twitteraccount gewohnt. Danach habe ich ihn nie wieder dort gesehen. Eines der Beispiele, warum ich persönlich Angst habe, mich bei Twitter auch mal etwas kontroverser zu gewissen Themen zu äußern und warum ich, nach dem ich diesen Blogbeitrag veröffentlicht habe, meinen Account löschen werde. Ich bin leider keine Kämpferin. Ich bin eine Beobachterin.

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Dieses Mal drehte sich der Shitstorm in meiner Autorentwitterblase um das Thema „Triggerwarnung“. Ein Thema, das man als Autorin in Sozialen Medien auf die gleiche Weise meiden sollte, wie ein Schweinehaxen-Rezept in einer Zeitschrift für vegane Gerichte zu veröffentlichen oder in einem Forum für Katzenhalter die Einführung der Katzensteuer zu fordern und die Vorzüge von Hunden anzupreisen.

Der Shitstorm wurde von einem Zeitschriftenbeitrag, genauer einer Glosse, erschienen in der Zeitschrift Federwelt, ausgelöst, die mit dem Wort »Triggern« spielt, was so viel bedeutet wie »Aktivieren« bzw. einen Vorgang auslösen, ein in der EDV und Elektrotechnik verwendeter Begriff, der auch Eingang in die Medizin gefunden hat und dort technische Auslösevorgänge (bei Gerätschaften in der Intensivmedizin) oder das Auslösen eines Symptoms beschreibt.

Wenn man den Twitter-Shitstorm so gelesen hat, wie ich, scheint der Federweltbeitrag ein durch und durch menschenverachtender Text zu sein, allein nur, weil mit dem Wort »Triggern« gespielt wurde. Ein Wort, das für sich genommen einen recht breiten Verwendungsspielraum hat, der keinesfalls auf eine bestimmte Gruppe von Menschen beschränkt ist.

Die Glosse schlägt sich sogar eher auf die Seite von Betroffenen (posttraumatische Belastungsstörungen), da sie die drohende Kommerzialisierung und Vereinnahmung des Triggerwarnungs-Phänomens durch den Buchmarkt anklingen lässt und auf die Spitze getrieben darstellt.

Mich macht es immer wieder stutzig, wie aggressiv, weinerlich und unter der Gürtellinie agierend Menschen reagieren, die fest davon überzeugt sind, die alleinige Wahrheit gefunden zu haben und die glauben, auf der Seite des Guten zu stehen. Ich könnte jetzt mit meinen laienhaften Worten zu erklären versuchen, warum ich persönlich Triggerwarnungen, die ins Impressum oder hinten ins Buch hineingedruckt werden, mehr als nur kontraproduktiv finde. Ich hatte dazu auch schon Psychologen befragt: https://klarabellis.de/trigger-triggerwarnung-psychologe/ 

Nur eines, was mir auffällt: Die Ähnlichkeiten zu den Bedürfnissen von Menschen, die an einer Zwangsstörung leiden, erscheinen mir erdrückend. Für Menschen, die unter Zwängen leiden, kann es – für den Moment – eine wunderbare Hilfe sein, dass dort jemand Außenstehendes ist, der oder die ihnen wieder und wieder versichert, dass der Herd ausgestellt ist, dass niemand von hinten auf ihre Jacke gespuckt hat, dass der Ehemann zu Hause nicht in seinem Blut liegt und stirbt, weil er sich ein Brötchen aufgeschnitten hat.

Für den Moment können solche Warnungen, Hinweise, Bestätigungen für Betroffene eine echte Erlösung sein. Bezogen auf das gesamte restliche Leben, das unter Umständen 80 Jahre und länger dauern kann, wird es zur Hölle für die Betroffenen und ebenso für diejenigen, die als Komplizen des Zwangs immer wieder bestätigen müssen, dass alles Okay sei.

Wenn ich Triggerwarnungen in meine Bücher schreiben würde, würde ich mich zum Komplizen des Traumas bzw. dessen Auswirkungen machen. Aber auch nur des Traumas weniger, vereinzelter Menschen, auf die diese Trigger reinzufällig zutreffen. All die anderen Auslösereize, die ich nicht kennen kann, da sie so vielfältig sind wie die Menschen, würden hinten runterfallen und ich würde diese Leute, ohne es auch nur zu ahnen, in die persönliche Hölle schicken – sofern das mit dem Triggern so funktioniert, wie in solchen Diskussionen dargestellt.

Eine Ahnung, wie vielfältig Auslösereize sein könnten, zeigt die Webseite https://www.doesthedogdie.com/ 

Für mich persönlich bedeutet das: Menschen, denen es gesundheitlich derart schlecht geht, dass sie nicht einmal ein Buch lesen können, ohne körperlich und seelisch zusammenzubrechen, kann ich nur empfehlen, sich dringend professionelle Hilfe zu suchen. Denn das Leben dauert in der Regel länger, als man in einem Liebesroman oder Fantasyschinken schmökert. Es dauert im Idealfall viele Jahrzehnte. Es wäre mehr als nur traurig, wenn Ängste, Zwänge, Störungen oder Traumata diese Jahre kaputtmachen und keine Lebensfreude mehr zuließen. Es bringt nichts, einen Shitstorm nach dem anderen bei Twitter loszutreten, Autoren bei Facebookdiskussionen anzupöbeln, Redaktionen unter Druck zu setzen. Das hilft keinem einzigen, wirklich erkrankten Menschen, seine Probleme in den Griff zu bekommen und sein Leben zu meistern.

Es hilft auch nicht, Literatur in etwas Giftiges verwandeln zu wollen, das ähnlich wie ein Medikament einen Beipackzettel braucht. Das Leben – zu dem ich auch das Lesen von Büchern, Zeitungsartikeln, Blogbeiträgen etc. zähle – hat im Normalfall keinen Beipackzettel und es kann, wenn alles gut läuft, sehr, sehr lange dauern.

Warum ich manchmal Leute bei Twitter blockiere

Soweit ich weiß, ist es voll fies, Leute in Sozialen Netzwerken zu blockieren. Richtig fies ist es, wenn es auch noch „die Guten“ sind. Also Leute, die den Anschein erwecken, die Welt retten oder zumindest verbessern zu wollen. Vorausgesetzt, sie leben tatsächlich genau das, was sie in ihren Tweets der Welt verkünden – unter anderem mir, als winzig kleinem Teil dieser Welt.

Zum Glück verirren sich fast nie Leute in meine Timeline bei Twitter, die ich sofort loswerden wollen würde. Also Menschen, die menschenverachtende Inhalte verbreiten. Diese würde ich reflexhaft blockieren, ohne großartig darüber nachzudenken, da ich ihnen keine Bühne für ihr Treiben bieten will.

Und dennoch bin ich es leid, immer mal wieder beim Reinklicken in meinen Twitter-Account von „den Guten“ angeschrieen zu werden. Auch wenn es nur geschriebene Worte sind, wirken sie auf mich, als bekäme ich Ohrfeigen für Sachen, die ich niemals getan habe und aller Voraussicht nach auch niemals tun werde.

Besonders nervig finde ich inzwischen Tweets, die mit „Hört auf …!“ anfangen. Meist folgt darauf eine Binsenweisheit, von der ich annehme, dass sie Menschen mit halbwegs okayer Erziehung ohnehin instinktiv befolgen würden. Oder es sind Forderungen, die ganz klare Eingriffe in die künstlerische Freiheit darstellen, sollte ich als Autorin gezwungen sein, dieses „Hör auf!“ widerspruchs- und ausnahmslos in allen meinen Texten befolgen zu müssen.

Ich bekomme jedes Mal verbal eine runtergehauen, wenn mir – mal wieder – so ein „Hört auf!“-Tweet in die Augen springt. Und ich denke mir: „Warum soll ich mit was aufhören, das ich gar nicht mache?“ Und dann denke ich „Wer bist du, dass du das Recht hast, von oben herab der Welt zu verbieten, ihre Fehler zu machen? Etwa Gott?“

Und da ich eher zum Vergnügen bei Twitter bin, zum Austausch mit Leuten, die Bücher schreiben und lesen, zum Lesen von Nachrichten und Blogbeiträgen, die dort geteilt werden, nehme ich mir inzwischen die Freiheit, Leute zu blockieren, die mir – für mein persönliches Empfinden – zu übergriffig sind, auch wenn es sich vielleicht um Leute handelt, die versuchen, die Welt ein bisschen besser zu machen, oder es zumindest glauben.

Wahrscheinlich würde es schon reichen, diese Accounts stumm zu schalten. Aber ich traue der Sache nicht, denn Twitter spült mir diese Tweets mit schöner Regelmäßigkeit in die Timeline, obwohl ich die Accounts gar nicht abonniert habe. Deshalb gehe ich mit dem Blockieren auf Nummer sicher.

Also falls ich euch zufällig blockieren sollte, dann habt ihr absolut nichts falsch gemacht. Es liegt allein an mir. Ich mag einfach nicht beschimpft und angeschrieen werden für Dinge, die ich weder getan habe noch jemals tun werde.

Hinter meinem Wunsch, respektiert zu werden, so wie ich nunmal bin, stecken ungute Erfahrungen, die ich vor vielen Jahren in meinem Leben machen musste. Ich möchte weder in der realen noch in der virtuellen Welt auf diese Ebene zurückgeworfen werden.

Erste Bestandsaufnahme nach einem Monat Tolino

Seit dem 1. Juni steht mein erster Trywwidt-Band in den Tolino-Shops. Band zwei und drei sind inzwischen nachgezogen. Beim Umformatieren der E-Books von Amazon zu Tolino habe ich mir vermutlich wieder mehr Arbeit als nötig gemacht – Stichwort „valides Epub“. Deshalb war jedes E-Book in die Tolino-Shops hochzuladen, ein kleiner Kraftakt für mich. Nun ist es geschafft und ich bin ein bisschen stolz auf mich, dass ich es durchgezogen habe.

Ein Blick auf die Verkaufsstatistik zeigt, dass es ein eher frustrierendes Erlebnis zu werden droht. Was die Verkäufe betrifft, ist für die Tolino-Shops bei allen E-Books eine geschmeidige Null-Linie zu sehen, (was z.T. aber auch an technischen Darstellungsproblemen liegen könnte. So genau weiß ich es nicht). Mit einer Ausnahme. Band 2 scheint ein einziges Mal gekauft worden zu sein. Dafür ist das für meine Verhältnisse ganz gute Amazon-Ranking der Bücher ins Bodenlose gestürzt, weil es die E-Books nicht mehr in der Kindle-Unlimited-Leihbibliothek gibt.

Seit ein paar Tagen läuft eine Werbeaktion in den Tolino-Shops, die das Tolino-Team organisiert hat. Ich empfinde es als wohltuend, dass man dort richtige Menschen „einfach so“ erreicht. Im Gegensatz zu Amazon, wo man i.d.R. mit Textbausteinen abgespeist wird, die einem nicht immer weiterhelfen, gerade wenn es mal kniffliger ist und echte Hilfe gefragt ist. Ich bin gespannt, ob durch die Aktionsmaßnahmen noch ein paar Verkäufe zur Null-Linie dazukommen. Das Ranking im Thalia-Shop sagt trotz der Preisaktion von 50% Rabatt eher: „Träum weiter, Babe!“

Im Grunde ist bei mir nach etwa fünf Jahren Selfpublishing der Drops gelutscht, was den unguten Ehrgeiz betrifft, Bücher unbedingt verkaufen zu wollen (im Sinne von Einnahmen erzielen). Deshalb lasse ich trotz des momentanen Tiefstandes die Trywwidt-E-Books bis auf weiteres in den Tolino-Shops.

Erstmal schauen und dann weitersehen. Und bis dahin: Weiterschreiben, selbst wenn nur seltsame Beiträge für meine Webseite dabei rauskommen sollten.

Flammendes Rot

Diesen Klatschmohn habe ich vor meiner Arbeitsstelle gefunden

Der Klatschmohn färbte die Böschung in flammendes Rot. „Schau mal, hier haben sie eine Wildblumenwiese ausgesät“, sagte mein Begleiter. Auch wenn er ein Stadtmensch ist, hat ihn das allgegenwärtige Thema „Artensterben“ für sein Wohnumfeld sensibel gemacht. Mein ehemaliger Fachfrauenblick (drei Monate Praktikum in einem Landschaftsbaubetrieb, vier Jahre Studium der Landschaftsplanung und ein paar Jahre Berufserfahrung), zeigte mir, dass hier kürzlich Mutterboden aufgeschüttet wurde und der darin befindliche Wildblumensamen von selbst aufgegangen war. Trotzdem bot das knallige Rot mitten im Asphaltgrau der Stadt einen grandiosen Anblick.

Ein paar Tage später zückte ich mein Handy, um das Bild für Instagram einzufangen. Leider hatten in der Zwischenzeit schon andere Leute die Motorsensen gezückt. Keine Spur mehr von rotem Mohn, dafür bis auf die blanke Erde abgemähte Pflanzenstummel und Bodenerosion. Die Böschung sah wieder ordentlich aus, wie eine ordentliche deutsche Böschung in einer ordentlichen deutschen Stadt auszusehen hat: nackt und lebensfeindlich.

Einen Tag zuvor hatte ich bei Facebook gepostet, dass mein zwanzig Jahre altes Auto seinen Geist aufgibt. Als ich – fast eine Menschengeneration nach dem Kauf dieses Wagens – auf der Webseite der Automarke nach tollen Features der Nachfolgemodelle stöberte, fand ich unter anderem ein beheizbares Lenkrad. Von Sprit sparender Technik war dagegen keine Rede. Wie denn auch? Die Ingenieure mussten in der Zeit doch am beheizbaren Lenkrad forschen!

Zum Glück klärten mich meine Facebook-Freunde schnell darüber auf, wie wichtig ein beheizbares Lenkrad sei und dass ich mir am besten einen Diesel kaufen solle.

Gute Idee! Vielleicht nehme ich sogar einen SUV. Diese Autos gelten derzeit als echte Verkaufsschlager. Vor allem als Stadtauto, wie ich es tagtäglich erlebe. Hoffentlich gibt es die auch als Diesel mit beheizbarem Lenkrad. Am besten ich nehme gleich zwei oder drei davon. Dann hätte ich „das Wechsel“, wie meine Oma sagen würde.

Inzwischen könnte ich mir tatsächlich ein neues Auto leisten. Das erste Mal seit etwa vierzehn Jahren habe ich nämlich einen festen Job. Davor schummelte ich mich als Freelancerin durchs Leben. Zugegebenermaßen meine eigene Schuld. Es war eine saudämliche Idee, in den Neunzigern Landschaftsplanung und Naturschutz zu studieren. Und was noch viel dämlicher war: im Osten zu bleiben.

Dabei hätte ich 2007 karrieremäßig voll durchstarten können. Damals rief mich ein Mann aus dem Autobahnamt in Magdeburg an und fragte mich, ob ich eine Festanstellung im öffentlichen Dienst haben wolle. Quasi sofort vom Telefon weg, ohne das nervige Vorstellungsgesprächs-Trara. Bei dem Job ging es darum, Gutachten darüber zu schreiben, dass es vollkommen bedenkenlos sei, Autobahnen durch Naturschutzgebiete zu bauen. Ich sagte ganz spontan „Nein!“, auch wenn ich das die nächsten zehn Jahre mehr als einmal bereuen sollte, wenn mal wieder die blanke Existenzangst nagte.

Just im selben Jahr, in dem ich den mysteriösen Anruf aus dem Autobahnamt erhielt, klagte der Naturschutzbund gegen den Bau einer Autobahn in der Peripherie meiner Stadt. Diese sollte – wer hätte es gedacht – durch ein Naturschutzgebiet von europäischem Rang gehen. Durch die Klagerei wurde später erreicht, dass bei der Autobahnplanung naturschutzmäßig nachgebessert werden musste.

Wildblumenwiese nach dem Einsatz der Motorsensen

Jüngst wurde auch noch die letzte Klage gegen die Autobahn abgeschmettert. Das bedeutet, ab 2025 brettern die SUVs durch die Porphyrkuppenlandschaft bei Halle. Zum Glück wird so gut wie keines der Autos einen sparsamen Motor haben – zumal er anscheinend erst noch erfunden werden muss. Dafür werden sie mit Lenkradheizung ausgestattet sein und mit anderen supertollen Features, welche die Ingenieure in den letzten zwanzig Jahren entwickeln durften, anstatt sich mit Pillepalle wie sparsamer Antriebstechnik herumzuärgern. Und an den frisch aufgeschütteten Autobahnböschungen blüht der rote Mohn – bis die Männer mit den Motorsensen kommen.

Warum es mal wieder sehr viel länger dauert

Manchmal beneide ich Kater „Schrumpel“ um sein kompromissloses Schlafmanagement

Eigentlich dürfte ich jetzt (20:17 Uhr) nicht am Laptop sitzen und diesen Text hier tippen. Eigentlich müsste ich mich um den Abwasch kümmern, drei Wannen Wäsche wegbügeln, ein oder zwei Pakte Steinwolle auf den Dachboden schleppen (wegen der Wärmedämmung im Winter, die wir schon viel zu lange vor uns herschieben), Essen für morgen fürs Büro vorbereiten, die Wohnung aufräumen, das Katerklo säubern, den Schulranzen samt Hausaufgabenheft vom Zwergenkind abchecken … Und eigentlich wollte ich auch ein bisschen schreiben. Am zweiten „Wintermaid“-Band, an der Idee zu einem letzten, kurzen Trywwidt-Abenteuer, die Taschenbuchversion von „Wintermaid“ abschließen, die anderen beiden Trywwidt-Teile auf die Tolino-Plattform hochladen …

Dann gibt es Facebookgruppen, Bloggeraktionen, Schreibwettbewerbe etc., wo ich mal reinlesen und mitmachen sollte. Leider scheitert es da schon an den ersten Sätzen, mit denen die Aktionen beschrieben werden. Kaum gelesen, bin ich überfordert, gedanklich beim Abwasch, den Wäschebergen und dem verluderten Garten, um den ich mich auch mal kümmern müsste. Und beim Wecker, der morgen früh wieder kurz nach sechs klingelt.

Seit einiger Zeit fühlt es sich an, als würde ich ganzkörpermäßig in zähem Schleim feststecken, durch den ich mich tagein, tagaus durchkämpfen muss, ohne jemals wirklich voranzukommen. Wobei ich noch unentschlossen bin, ob es was Ernsteres ist, das mich da lähmt, oder einfach nur meine angeborene Faulheit.

Den Abwasch habe ich übrigens zwischendrin schnell gemacht. Und jetzt stelle ich mich der Mission „Steinwolle auf den Dachboden wuchten“. Das wird sehr lustig. Ganz bestimmt! Und Schreiben kann ich auch noch im nächsten Leben. Irgendwann.