Noch ein neues Projekt kurz vorm Start

Das ist das Cover für Favelio

Ich tippe gerade die letzten Zeilen an einer interaktiven Kurzgeschichte. Entstanden ist sie, weil mich jemand auf Instagram angeschrieben hatte. Es wird wohl derzeit eine neue App für interaktive Geschichten entwickelt und dort wurde noch „Stoff“ gesucht, um die App zu befüllen. Da ich ohnehin gerade am Schreiben von interaktiven Texten bin (meine „Mara Mondschatten“-Geschichte wird ein interaktives Hörbuch), habe ich also noch eine weitere etwas längere Kurzgeschichte mit mehreren möglichen Handlungssträngen geschrieben, die ich bald bei Favelio hochladen möchte. Einen Teil der Geschichte werde ich auch als linearen Text bei BookRix veröffentlichen, sodass das E-Book in fast allen Shops – außer Amazon – gratis erhältlich sein wird. Amazon nimmt leider keine gratis E-Books mehr an, soweit ich weiß.

Erzählt wird in dieser Geschichte das allererste Treffen zwischen meiner Elfe Trywwidt und dem Vampir Korwin Schwarzvogel. Eine für beide recht einschneidende Begegnung, die dreißig Jahre vor den in der Trilogie beschriebenen Ereignissen stattfand. Wobei diese erste Begegnung dort schon in einer kurzen Rückblende angerissen wird. Diesen original Textabschnitt habe ich in die Kurzgeschichte eingebaut. Beim Lesen des sieben oder acht Jahre alten Textes wurde mir bewusst, wie sehr sich mein Schreibstil in den vergangenen Jahren verändert hat. Ich hoffe, dass er sich vielleicht sogar verbessert hat.

Das ist das Cover für das E-Book, das ich bei BookRix einstellen will. Den Efeu habe ich selbst fotografiert und mit Hilfe meines knuffigen Pixelmator-Programms ein hoffentlich geheimnisvoll wirkendes Tintenblau verpasst.

Den Blogbeitrag schreibe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wegen der beiden Projekte, die kurz vor der Veröffentlichung stehen, habe ich meinen privaten Facebookaccount wieder aktiviert. Dort will ich die Info zu den neuen „Klara Bellis“-Ergüssen teilen, in der Hoffnung, dass es dadurch mehr Menschen erreicht als über meine Autorenseite bei Facebook. Leider wurde mir vorhin durch den Kommentar einer Facebookfreundin ein Beitrag zum aktuellen „Tatort“ angespült, aus dem hervorging, dass jetzt auch im Tatort die Gendersprache angekommen ist. Mir ist richtig flau im Magen und eine Männerstimme donnert zwischen meinen Gedanken: „Toitschland wirrrd strrrramm durrrrchgägändärrrt!111!!!“. Ich glaube, was mein Schreiben und Denken betrifft, befinde ich mich tatsächlich inzwischen im Widerstand. Ganz tief unten bei den Bösen, die „värrrnöchtettt* wärrrden mössssen“. Verrückt irgendwie.

Diese Überschrift eines Blogbeitrages hat mir dann die Nacht gerettet: „Fick dich, liebes Gender Sternchen“. Ich kann dazu nur ergänzen: „Verpiss dich, liebes Gendersternchen. Und nimm deine Geschwister*:_Innen mit“.

Dass ich solche Gedanken und Beobachtungen hier reinschreibe, kostet mich großen Mut. Ich kann nicht abschätzen, ob es irgendwann als Bumerang zurückkommt und vielleicht Konsequenzen hat, die mich wünschen lassen, dass ich lieber jubelkreischend in die Genderei eingestimmt hätte, denn das Internet vergisst nun mal nicht. Leider bin ich für Jubelkreisch nicht geschaffen. Bei mir springen praktisch nie Begeisterungsfunken über, die andere Menschen zu blindjubelnden Massen werden lassen, die alle für ein einziges Ziel kämpfen und glühen und so. Ich glühe nie. In mir ist alles dunkel und kalt. Und das ist gut so.

*) Auf Twitter hab ich schon mehrfach von den stets sanftmütigen, auf gewaltfreie, inklusive Sprache achtenden Genderbefürworter*:_Innen sinngemäß gelesen: „Findet euch damit ab“ oder „Ihr sterbt sowieso bald aus und dann hat sich das gegessen.“