Fantasy-Erzählung „Wintermaid“ veröffentlicht

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Im Januar/Februar habe ich versehentlich eine längere Erzählung geschrieben, die mit ein bisschen mehr Zeit und Ruhe sogar ein Roman hätte werden können. Dabei sollte es doch ursprünglich eine Kurzgeschichte werden. Entstanden ist eine Fantasy-Erzählung über eine junge Frau, die verzweifelt daran zu glauben versucht, sie sei eine Art Auserwählte für ihr Dorf, die zu Heldentaten berufen ist. Schon bald muss sie erkennen, dass die raue Männerwelt, in die sie hineingeboren wurde, keine siegreichen Heldinnen duldet.

In den Text habe ich vieles verwoben und verschlüsselt, was Frauen und Mädchen in unserer Welt so täglich widerfahren kann. Da es sich um eine „Fantasy“-Geschichte handelt, habe ich dabei hier und da ganz schön vom Leder gezogen. Dachte ich jedenfalls. Während des Schreibens recherchierte ich zum Thema Frauenrolle/Frauenbild ein wenig und musste feststellen, dass die Realität meine ausgedachte Geschichte bei Weitem überflügelt.

Nach der Recherche war ich ziemlich niedergeschlagen. Ganz ähnlich ging es mir schon einmal, als ich für den Weltmädchentag niedliche Sprüche im Internet gesucht hatte, um diese für ein nettes Posting bei Facebook zu verwenden. Ich stieß damals zum überwiegenden Teil auf historische „Weisheiten“, die Mädchen und Frauen erniedrigten, kleinmachten und sie auf einen Platz in der stillen Ecke verwiesen, um als gutes und sittsames Mädchen anerkannt zu werden. Ein Phänomen, das mir bei ähnlichen Sprüche-Recherchen zu anderen Themen so nie begegnet ist.

Seit Ende April sickert das E-Book in so ziemlich alle Webshops ein, da ich es dieses Mal nicht exklusiv über Amazon vertreibe. Dass ich dadurch wahrscheinlich (noch) weniger Leser haben werde, als bei meinen vorherigen Veröffentlichungen, ist mir bewusst. Durch die seltsame Sache, bei der Amazon monatelang meine Tantiemen auf ein Minimum reduziert hatte, ohne auf mein mehrfaches Bitten hin, den Fehler zeitnah rückgängig zu machen und ohne eine Aussage, ob ich die entgangenen Tantiemen noch erhalten würde, sah ich mich zu diesem Schritt gezwungen. Das Vertrauen ist einfach futsch.

Ich hoffe, dass das Buch trotzdem ein paar Leserinnen und Leser findet. Und vielleicht gefällt es ja auch dem einen oder der anderen.