Ein Knebel für die Stimme der Vernunft

Autorin: Ach menno, ich hab da so eine vage Idee für einen weiteren Roman mit Trywwidt und Korwin und den anderen durchgeknallten Typen. Und die wird immer konkreter, die Dialoge im Kopf immer deutlicher …
Stimme der Vernunft: STOPP! Denke daran, du hast keine Zeit mehr zum Schreiben. Der Haushalt, der Abwasch, der Job, die Familie … Und der Kater!
Autorin: Das könnten drei Handlungsstränge werden, die parallel verlaufen, völlig ohne Zusammenhang. Kein Mensch weiß, worum es überhaupt geht, mit X und 70 Perspektivwechseln. Und am Ende trifft sich alles in einem Showdown. So mehr oder weniger jedenfalls.
Stimme der Vernunft: Das klingt… (Würgegeräusch) … äh … na ja. Ist wenigstens ein Milliardär dabei? Oder ein Bad Boy? Oder ein Drachenwandlerwikinger mit einer überraschenden Drillingsschwangerschaft?
Autorin: Neee. Aber Mara Mondschatten könnte jemanden köpfen. Das wäre dann ein Bad Girl, oder?
Stimme der Vernunft: Bad Girls will kein Mensch lesen. Vielleicht könnte Korwin irgendwen köpfen?
Autorin: Das traut der sich nicht. Da würde er Ärger mit Ira kriegen. Und mit Trywwidt erst recht.
Stimme der Vernunft: Und wenn du mal was Vernünftiges schreibst? Irgendeine ausgefeilte Idee mit ausgefeilten Charakteren und das Konzept einem Verlag anbieten und …
Autorin: Was mit Bad Boys und devoten Weibchen?
Stimme der Vernunft: Du lernst schnell!
Autorin: Leider vergesse ich auch schnell. Also die drei Handlungsstränge: Trywwidt versucht in ihrer Welt …
Stimme der Vernunft: Mach mal lieber den Abwasch. Und das Katzenklo sieht auch schon wieder grenzwertig aus.
Autorin: … (sucht einen Knebel)