Seit etwas mehr als drei Wochen ist „Höhlenbrut“ nun auf dem Markt. Auch wenn es dieses Mal, im Vergleich zu meinen ersten Büchern, beim Veröffentlichen kaum noch gekribbelt hat, macht sich die altvertraute Katerstimmung breit. Die ersten ein oder zwei Tage vor und nach einer solchen Veröffentlichung haben für mich immer was Magisches. Da gibt es Leser, die vorsichtig anfragen, wann es denn endlich so weit sei. Meine eigene Angst, kurz nach der Veröffentlichung Fehler zu entdecken, die schnell noch korrigiert werden müssen. Das Bekanntgeben der Veröffentlichung auf Facebook oder Instagram. Ungewöhnlich viele Leute, die das Posting bei Facebook teilen, während dort sonst nur meine Katzenfotos nennenswerte Aufmerksamkeit erhalten. Und …

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Das Wintermaid-Thema ist abgeschlossen. Aus einer verunglückten Kurzgeschichte für ein Anthologieprojekt wurden innerhalb von knapp 1,5 Jahren zwei Romane, die als E-Book* auf Amazon erhältlich sind. Beim Schreiben von „Wintermaid“ und später auch von „Höhlenbrut“ schwebte mir eine Welt vor, in der Frauen nicht als Menschen angesehen werden. Sie gehören zum Besitz ihrer Männer oder Väter. Das Land südlich des Grauen Seng, dem meine Protagonistin Lhan entstammt, stelle ich mir wie eine Mischung aus dem Römischen Reich und dem chinesischen Kaiserreich vor – genauer den Klischees davon. Eine Hochkultur in einem expansiven Reich, mit einem Kaiser als unantastbaren Alleinherrscher. Die Würdenträger und Gelehrten – Zeremonienmeister und Quacksalber – sorgen für stabile …

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Wenn alles gut läuft, bekomme ich in dieser Woche das Manuskript zu Wintermaid II von der letzten Testleserin zurück. Dann kann ich so langsam aber sicher die Veröffentlichung vorbereiten, auch wenn ich ein bisschen Angst davor habe. Meistens merke ich erst hinterher, was ich alles besser oder anders hätte machen können. Mal abgesehen davon, dass ich es noch immer schade finde, den Stoff nicht tiefgründiger, doppelbödiger und vielschichtiger aufbereitet zu haben, als in einer Art „Hau-drauf-Fantasy“, so wie er jetzt eben vorliegt. Aber das mit der Vielschichtigkeit bekomme ich einfach nicht auf die Reihe dank meiner Dauermüdigkeit und diversen anderen Baustellen, bei denen ich noch meine Frau stehe. Das mit …

Femina Mehr »

Autorin: Ach menno, ich hab da so eine vage Idee für einen weiteren Roman mit Trywwidt und Korwin und den anderen durchgeknallten Typen. Und die wird immer konkreter, die Dialoge im Kopf immer deutlicher …Stimme der Vernunft: STOPP! Denke daran, du hast keine Zeit mehr zum Schreiben. Der Haushalt, der Abwasch, der Job, die Familie … Und der Kater!Autorin: Das könnten drei Handlungsstränge werden, die parallel verlaufen, völlig ohne Zusammenhang. Kein Mensch weiß, worum es überhaupt geht, mit X und 70 Perspektivwechseln. Und am Ende trifft sich alles in einem Showdown. So mehr oder weniger jedenfalls.Stimme der Vernunft: Das klingt… (Würgegeräusch) … äh … na ja. Ist wenigstens ein Milliardär …

Ein Knebel für die Stimme der Vernunft Mehr »

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Und wieder verstreicht ein Abend, an dem ich die Sache mit dem Schreiben aufgeben muss. In den letzten Wochen habe ich es geschafft, die lähmende Coronapanik zu überwinden und Zugang zum Wintermaid-II-Manuskript zu finden. Doch es ist nur ein oberflächlicher Zugang, der sofort verfliegt, sobald ich versuche, mich in die Charaktere einzufühlen, die Handlungsorte vor mir zu sehen, zu hören, zu riechen, zu schmecken. Der magische Funke zündet einfach nicht, weil ich viel zu müde dafür bin, mich wirklich mit allen Sinnen auf den Text einzulassen. Tagsüber arbeite ich in meinem Job oder kümmere mich um Haushalt und Kind. Und nachts ist dann einfach keine Energie mehr da, um mich …

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