Oder warum Gendern für mich fragwürdig ist Wenn ich das Wort „Spiegelei“ höre, muss ich mich jedes Mal richtig zwingen, an was zu essen zu denken, denn ich sehe da nur einen Spiegel vor mir. Eine glänzende viereckige Fläche, auf der seltsamerweise ein Ei liegt, aber nichts knusprig Gebratenes. Beim Wort „Pfannkuchen“ sehe ich eine gusseiserne Pfanne vor mir, in der ein Kuchen liegt. Mit Schokoglasur und Geburtstagskerzen drauf. An einen Berliner oder Krapfen oder Ähnliches zu denken, zu dieser Leistung ist das menschliche Gehirn nicht fähig. (Bei einem „Berliner“ denke ich übrigens immer an einen mürrischen Mann, der mich mal im Fahrstuhl angepöbelt hatte, weil ich den Knopf nicht …

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Im Moment versuche ich, einen Umgang mit der Genederei für mich zu finden, bei dem ich seelisch nicht kaputt gehe. Es schmerzt mich wirklich sehr, was gerade passiert. Ich weiß, dass ich nichts dagegen unternehmen kann. Wenn die Lawine einmal losgerollt ist, lässt sie sich nicht mehr stoppen. Und die Lawine holt gerade richtig Schwung. Auch wenn das seltsam klingt, ich habe den Eindruck, dass es ein Stück weit wie eine Art Religion funktioniert. Bei den Diskussionen zum Gendern habe ich sinngemäß immer wieder gelesen: „Früher konnte ich nichts damit anfangen, aber dann ging mir ein Licht auf!“ Das klingt für mich wie ein religiöses Erweckungserlebnis. Und genau das könnte …

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Edit: Ich hatte inzwischen beschlossen, die Triggerwarnungsrezension einfach nicht mehr als missgünstigen Faustschlag in die Magengrube zu interpretierten, sondern habe sie genutzt, um für mein Buch Werbung zu machen. – Yeah, Baby! So und nicht anders! (Wobei ich nicht weiß, ob ich dadurch auch nur ein einziges Buch verkauft habe. Aber es kamen zwei oder drei anonyme Fünf-Sterne bei Amazon dazu und das ist doch auch schon was.) Also, Meiners, wenn ihr mal ein richtig brutales, mega blutiges Buch lesen wollt, das alle Grenzen des guten und mittelguten Geschmacks sprengt, das euch so richtig in die Alpträume treibt, die nie, nie wieder weggehen werden, dann lest „Wintermaid“. Nicht. (Ich vermute, …

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Heute war es so weit. Heute wurde mein guter Wille gebrochen. Ein für alle mal, fürchte ich. Und das kam so: Ich war wirklich wild entschlossen, mich weiterzubilden und für ein wichtiges Thema sensibilisieren zu lassen. Also klickte ich auf das Video, das mir via Facebookwerbung angespült wurde. Es ging darin um eine arg gebeutelte ethnische Minderheit, die mit einer schon seit Wochen oder Monaten laufenden Werbekampagne auf den Socialmedia Kanälen die Mehrheitsbevölkerung für ihre Belange sensibilisieren will. Ich war guten Willens. Ich war neugierig und ich hatte ein paar Minuten Zeit. Etwa vierzig oder fünfzig Sekunden lang habe ich es ausgehalten. Dann konnte ich nicht mehr und musste das …

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In letzter Zeit lese ich des Öfteren Blogtexte, in denen es um die Wichtigkeit von Triggerwarnungen in Büchern geht. Solche Warnungen sollen traumatisierte Menschen vor verstörenden Inhalten bewahren. Das fand ich grundvernünftig, wurde doch meist anhand des tragischen Beispiels einer Freundin, die als traumatisierte Person durch das unverhoffte Lesen brutaler Textstellen retraumatisiert wurde, die Wirkung dieser Trigger erläutert. Auch auf Bücherblogs wird hin und wieder der Wunsch geäußert, gewisse Bücher mit Triggerwarnungen zu versehen. Zudem habe ich gesehen, dass Leser durchaus auch „Sternchen“ in der Bewertung abziehen, wenn ein Buch mit gewaltbeschreibenden Textstellen keine Triggerwarnung aufwies. In mir bleibt nach dem Lesen solcher Beiträge ein dumpfes Schuldgefühl zurück. Ich schreibe Bücher …

Triggerwarnungen in Büchern: Was das mit mir beim Schreiben macht und was Psychologen dazu sagen Mehr »