„Mama! Welches Geräusch machen Schnecken?“ „Gar keins.“ „Warum?“ Und schon geht es wieder los. Die Warum-Schleife ist gestartet. So ähnlich wie die Zeitschleifen, in die das Raumschiff Enterprise ständig reinfliegt. Nur wesentlich erbarmungsloser und ohne Hoffnung auf ein schnelles Ende. Ich erwidere: „Weil sie keine Stimme haben.“ „Warum?“ „Weiß ich leider nicht.“ „Och. Was essen Schnecken?“ Glück gehabt. Ein leichter Themenwechsel führt zu einem Warum-Verzicht. „Salat zum Beispiel.“ „Warum?“ Mist. Jetzt geht es wieder los. „Weil sie den am liebsten essen.“ „Warum?“ War ja zu erwarten. „Weil der ihnen gut schmeckt und sie den am besten mit ihrer Raspelzunge abraspeln können.“ „Essen die auch Erdbeeren?“ „Ja, richtig gern so gar.“ …

Das Husten der Schnecken Mehr »

Ich tippe an meiner Geschichte, halte mich sklavisch an meinen ausgeklügelten Handlungsfaden und was passiert? Es macht „Flupp“ und ich darf fassungslos mit ansehen, wie sich praktisch ganz von selbst, eine völlig ungeplante Person mit hinein schreibt. Ein Typ, der dort absolut nichts zu suchen hat. Einer, der grinsend in der Ecke steht und sich darüber lustig macht, wie sich meine Protagonisten von den bösen Widersachern ärgern lassen. Und denen dreht er zur gleichen Zeit eine lange Nase. Das finde ich frech. Einfach unerhört. So etwas lasse ich mir nicht bieten. Ich bin die Autorin, also praktisch GOTT – zumindest was diese eine Geschichte betrifft – und ich bestimmte, wer …

Ein ungebetener Gast – und der grinst auch noch! Mehr »

Hurra! Ein ganzer Tag für mich alleine. Ein ganzer Tag fürs Schreiben. Ein Blick auf den Kalender raunt mir zu, dass ich am Morgen noch einen amtlichen Termin hätte. Also muss ich den Startschuss für meinen Schreibexzess um eine Stunde verschieben. Das ist gerade so akzeptabel, bleiben mir ja noch sechs Stunden vom Tag. Mehr als genug Zeit, um meine Protagonisten über die Seiten zu hetzen. Auf dem Amt geht alles erstaunlich schnell über die Bühne und schon bald sitze ich am Laptop und schicke meine Fantasiefiguren ins Ungewisse. Das geht etwa fünf Sätze und zwanzig Minuten lang gut. Dann schrillt das Telefon und die aufgeregte Frauenstimme eines real existierenden …

Schreibblockade Mehr »

Beim Lesen faszinieren sie mich, diese kleinen Dinger am Ende eines Kapitels, die mich mitfiebern lassen, wie es mit der Geschichte weitergeht. Die eine Szene an genau der Stelle unterbrechen, an der sie so richtig spannend wird und die mir verbieten, das Buch aus der Hand zu legen, bevor ich nicht bis zur Auflösung des Cliffhangers vorgedrungen bin. Deshalb fand ich es eine gute Idee, diese kleinen Kerlchen auch in meine Geschichte einzubauen, an der ich gerade fleißig tippe. So oft es nur geht. Und was passiert? Während ich schreibe und so richtig in der Welt drinstecke, die unter meinen Tippfingern entsteht und die darin handelnden Akteure plötzlich zum Leben …

Die gemeine Sache mit dem Cliffhanger Mehr »

Mein erster Blogeintrag. Das ist schon ein besonderes Ereignis. Schade nur, dass mir absolut nichts einfällt, was ich schreiben könnte. Deshalb lasse ich es lieber. Oder ich schreibe über das Wetter. Das ist immer ein prima Thema. Wobei das Wetter heute so öde ist, dass ich darüber lieber nicht schreiben will. Das bringt mich an dieser Stelle also auch nicht weiter. Was mache ich jetzt nur? Ah! Ich weiß es! Auf die Uhr schauen, sehen, dass es schon fast elf Uhr ist, einen Schreck bekommen, weil ich noch nichts geschafft habe und weiterarbeiten. Gute Idee! Und ich packe noch schnell ein Bild zum Text. So sieht es wenigstens nach was …

Mein so gut wie erster Blogeintrag! Mehr »