Auf der Zielgeraden

Seit gestern bin ich einen riesengroßen Schritt mit dem letzten Trywwidt-Teil weitergekommen. Ich habe die Lektoratsanmerkungen eingearbeitet. Bei 584 sogenannten Normseiten war das ein ziemlicher Brocken, den ich stemmen musste. Und derjenige, der die Anmerkungen da reingeschrieben hat, erst recht. Im Grunde könnte ich das Manuskript noch heute ausdrucken und morgen in den Briefkasten werfen, um es an die Korrektorin zu schicken. Mein latenter Kontrollzwang hindert mich jedoch daran. Deshalb lese ich es zuvor noch mal im Ganzen durch – in aller Ruhe, soweit das möglich ist.

So langsam komme ich dem Abschied von Trywwidt immer näher. Und so, wie es seit einiger Zeit aussieht, wird das für mich auch der Abschied vom Schreiben sein. Zumindest von der Intensität, die ich spätestens seit 2012 gelebt habe. Inzwischen kollidiert das Schreiben zu sehr mit meinem Privat- und Berufsleben. Um mich weiterzuentwickeln, müsste ich mich ohne wirtschaftliche Zwänge so gut wie ausschließlich aufs Schreiben konzentrieren können. Ein Idealzustand, den ich mit meinen Möglichkeiten nicht erreichen kann und vielleicht auch gar nicht will.

Als ich vor nicht ganz neun Jahren anfing, mich auf diesem Gebiet auszuprobieren, hätte ich mir als damalige Urban-Fantasy-Leserin niemals träumen lassen, eine eigene Trilogie in meinem Lieblingsgenre zu schreiben, und zwar genauso, wie ich sie selbst gerne gelesen hätte. Wenn alles gutgeht und ich keinen Mist im Straßenverkehr baue, werde ich bald den letzten Teil in den Händen halten können.