Abschied von meiner Facebook-Seite

Der Fuchs weiß nichts.

Ich habe keine Lust mehr. Und ich klicke mich immer noch viel zu oft bei Facebook rein, obwohl ich schon vor einiger Zeit das „Klara Bellis“-Privatprofil gelöscht hatte und damit die meisten Kontakte in die Selfpublisher- und Bloggerszene, die mit diesem Profil verknüpft waren. Der Plan dahinter: sich weniger mit Facebook beschäftigen und mehr mit dem richtigen Leben. Hat nicht geklappt. Im Gegenteil.

Wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich mich gerne ganz von Facebook zurückziehen, so, wie ich es schon vor ein paar Wochen bei Twitter gemacht habe. Aus beruflichen Gründen ist das nicht möglich. Dabei steigt derzeit mit jedem „Greta-Bashing“-Posting mein Puls, obwohl ich eher zu niedrigem Blutdruck neige und noch nicht mal weiß, ob ich Greta jetzt gut oder nicht gut finden soll oder will … oder weiß der Fuchs.

Im November findet die Buch Berlin statt, an der ich mit einem Gemeinschaftsstand teilnehme. Wenn alles gut läuft, veröffentliche ich Ende des Jahres den zweiten Band der „Wintermaid“. Es wäre also mehr als nur unklug, davor die Seite bei Facebook zu löschen. Weil ich dann ja gar nichts über die Buchmesse posten könnte oder über die geglückte (hoffentlich) Veröffentlichung.

Gleichzeitig saugt Facebook mehr Zeit und Nerven, als ich aufbringen kann. Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, macht es mit Blick auf die Verkaufszahlen keinen Unterschied, ob Klara Bellis eine Facebookseite hat oder der besagte Fuchs … und so weiter. Im Gegenteil. Mein bisher größter kommerzieller Erfolg war ein wirklich schlimmes E-Book mit einem halbnackten Mann auf dem Cover, und ich habe es nicht mal beworben.

Buchmesse hin oder her. Mein Entschluss steht fest: Klara Bellis ist auf Facebook (mehr oder weniger) Geschichte. Letztlich verdanke ich die Entscheidung auch den Datenschützern, die schon längst die Facebookseiten für so gut wie illegal erklärt haben. Vielleicht baut sich ja der Fuchs irgendwann eine eigene Facebookseite. Aber dann ohne Impressum. Aus Datenschutzgründen versteht sich.